Buslinie 303 zwischen Heerbrugg und Hohenems soll attraktiver werden

Um die grenzüberschreitende Linie Heerbrugg-Diepoldsau-Hohenems attraktiver zu machen, sollen Hürden verschwinden und Mehrwerte entstehen.

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Die Buslinie 303 führt von Heerbrugg über Widnau und Diepoldsau nach Hohenems – und ist unterschiedlich gut ausgelastet. (Bild: pd)

Die Buslinie 303 führt von Heerbrugg über Widnau und Diepoldsau nach Hohenems – und ist unterschiedlich gut ausgelastet. (Bild: pd)

Diepoldsaus Gemeinderat lud kürzlich Interessensvertreter zur Arbeitssitzung «Attraktivitätssteigerung ÖV-Linie 303» ein und verabschiedete zusammen mit der Kommunikationsagentur sags einen Massnahmenplan. An der Sitzung nahmen Vertreter von RTB Rheintal Bus, vom Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St.Gallen, Tarifverbund Ostwind, Verkehrsverbund Vorarlberg, Stadtrat Hohenems, Gemeinderat Diepoldsau sowie der Kommunikationsagentur sags teil.

Allen liegt viel daran, den ÖV, besonders die Linie 303, attraktiver zu gestalten. Im Fokus stehen Massnahmen zur Harmonisierung der Tarife, die Lancierung von Kombi-Tickets sowie temporäre Aktionen, die die Buslinie für Freizeitaktivitäten interessanter machen.

Erstmals alle Beteiligten an einem Tisch

Die Buslinie 303 ist zwischen Diepoldsau und Heerbrugg zwar beliebt, zwischen Diepoldsau und Hohenems aber ungenügend ausgelastet. Eine besondere Herausforderung ist, dass die Linie 303 seit Dezember 2017 über die Grenze nach Österreich geht. «Die Tarifstruktur in Hohenems ist anders als die in der Schweiz. Das führt zu Unsicherheiten», sagt Markus Klien, Stadtrat von Hohenems. Oben auf der Prioritätenliste steht deshalb die Tarifharmonisierung, die Integration der Linie 303 in das Regional-Generalabonnement «Vorarlberger Karte» sowie Kombi-Tickets, die Fahrkarten und Eintritte zu Freizeitangeboten mit Preisvorteilen verknüpfen. Zudem soll die App «Fairtiq» so in die Linie 303 integriert werden, dass nicht an der Grenze nochmals neu eingecheckt werden muss.

Dies bedarf enger Zusammenarbeit der Verkehrsverbunde und der öffentlichen Hand. Die kürzlich durchgeführte Sitzung brachte erstmals alle Beteiligten an einen Tisch. «Nun arbeiten wir daran, die angestossenen Projekte zu konkretisieren und umzusetzen», sagt Hans Koller, Leiter Markt RTB Rheintal Bus.

Mit dem Bus 303 günstiger in die Badi

Die erste Massnahme: «Ab Freitag, 14. Juni, gibt es für Fahrgäste der Linie 303 ein Bade-Kombi, mit dem die Busfahrt und der Eintritt ins Strandbad Diepoldsau rund 50 Prozent günstiger ist als separat gelöste Billette», sagt Diepoldsaus Gemeindepräsident Roland Wälter. Das Ticket ist bis zum Ende der Badesaison im September erhältlich und muss direkt bei den Chauffeuren der Linie 303 gekauft werden.

Im Herbst soll ein «Tag der offenen Linie» mit Attraktionen entlang der Strecke Heerbrugg – Diepoldsau – Hohenems organisiert werden. Weitere Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung sind in Planung. Aktuell werden diverse Fragen abgeklärt, «etwa, ob die User die Fairtiq-App neu herunterladen müssen und wie das Problem des Datenroamings gelöst werden kann», so Carmen Husjak, Marketing der Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH. (gk)