Bunte Etikette für den Rössli-Wein

Am Donnerstag war im Restaurant Rössli nicht nur die Premiere des neuen Weins, sondern auch jene einer ganz besonderen Etikette. Besonders, weil sie von einer leidenschaftlichen Zeichnerin aus dem Werkheim Wyden stammt.

Sabrina Schmid
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Dieses Trio hat am neuen Wein gearbeitet (von links): Weinbauer Peter Indermaur, Künstlerin Hildegard Bollhalder und Wirtin Doris Breu. (Bild: Sabrina Schmid)

Dieses Trio hat am neuen Wein gearbeitet (von links): Weinbauer Peter Indermaur, Künstlerin Hildegard Bollhalder und Wirtin Doris Breu. (Bild: Sabrina Schmid)

BALGACH Für die Wirtin Doris Breu war der Donnerstagabend von grosser Bedeutung. Sie durfte ihren Gästen den neuen Rössli-Wein vorstellen. Noch mehr im Rampenlicht stand jedoch Hildegard Bollhalder, eine Bewohnerin des Werkheims Wyden, die die Etikette für die Flasche gezeichnet hatte. Gute Laune und Gespräche füllten den Raum. Mit einem Glas vom neuen Federweissen wurde auf den Wein, vor allem aber auf die Etikette angestossen.

Weingut Maienhalde

Um Punkt 16.30 Uhr öffneten sich die Türen des Weinkellers im Restaurant Rössli in Balgach. Gut 15 Gäste begaben sich in den Raum und schauten gespannt zum Buffet. In einer kurzen Begrüssungsrede präsentierte Doris Breu den neuen Federweissen.

Dieser wurde aus den Blauburgundertrauben vom Weinberg hinter dem «Rössli» im Weingut Maienhalde in Berneck hergestellt. Die Produktion leitete Peter Indermaur. Auf dem 400 Quadratmeter grossen Rebbaugebiet von Res Jenny wachsen die Blauburgundertrauben, die von Jakob Tanner bewirtschaftet werden.

Start war im Januar

Die Idee für einen eigenen Wein mit selbst skizzierter Etikette hatte die Wirtin schon vor langer Zeit. Sie selbst habe im Werkheim Wyden gearbeitet, und so sei es für sie von Anfang an klar gewesen, dass die Etikette von den Bewohnern gestaltet werden würde.

Anfang Januar startete das «Rössli» mit dem Projekt. Auf den Auftrag hin erhielt Doris Breu zehn Zeichnungen von den Bewohnern.

«Farbig und fröhlich»

Am Schluss hat ein Prototyp von Hildegard Bollhalder das Rennen gemacht. «Ich entschied mich für diese Etikette, weil sie farbig und fröhlich ist, wie wir im <Rössli>», sagt Breu. Bollhalder freute sich riesig über den Erfolg und erzählte stolz vom Entstehen des Werkes. Ihre Betreuerin Nadja Rensi fügte hinzu: «Hildegard Bollhalder hat schon mehrere Preise gewonnen. Sie liebt das Zeichnen und nutzt jede freie Minute dazu.» Die geladenen Gäste applaudierten mehrfach und lobten die Künstlerin für ihr Werk.

Pro Jahr stehen dem Restaurant gut 300 Flaschen Rössli-Wein zur Verfügung.