Bunker an bester Werbelage

Das Festungsmuseum Heldsberg wirbt an bester Lage in eigener Sache. Die Gemeinde liess die tarnenden Bäume fällen. Dass dem Bunker der Strom gekappt wurde, hat andere Gründe.

René Schneider
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Der Bunker direkt an der Autobahn mit optimaler Werbefläche. (Bild: René Schneider)

Der Bunker direkt an der Autobahn mit optimaler Werbefläche. (Bild: René Schneider)

St. Margrethen. Weil die Gemeinde das Wäldchen rund um den Bunker roden liess, fällt der markante Bau neben der Autobahn jetzt auf. Die Fällaktion wurde von der Gemeinde in Auftrag gegeben, weil ein Teil der Bäume morsch gewesen seien, erläutert auf Anfrage Norbert Mattes von der Bauverwaltung.

Der Verkehr auf der Autobahn sei gefährdet gewesen. Weil in der gelichteten Baumgruppe bei Sturm auch die gesunden Bäume hätten umstürzen können, sei der ganze Bestand gerodet worden. Rund um den Bunker soll das Buschwerk wieder aufwachsen.

Der Maschinengewehr-Bunker direkt neben der Autobahn steht seit 1940 und ist Teil der Heldsberg-Festung. Er gehört (wie die Festung) samt Umschwung seit einigen Jahren der Gemeinde St. Margrethen.

Seit seinem Bau war der Bunker mit der Festung Heldsberg verbunden, nicht nur per Telefon, auch der elektrische Strom kam «von oben». Wo genau diese Leitung verläuft, habe eben niemand mehr gewusst, erklärte Norbert Mattes.

«Wie eine Nadel im Heuhaufen» habe eine Ramm-Maschine bei Pfählungsarbeiten im angrenzenden Industriegebiet das Kabel zum Bunker gefunden und gekappt. Im zweistöckigen Unterstand wurden jahrelang ausserdienstliche Kurse für Übermittler durchgeführt. Seit einigen Jahren nutzt ihn der Verein Festungsmuseum Heldsberg als Lager. Gegen die Feuchtigkeit werden elektrische Entfeuchter eingesetzt. Darum fiel der Stromausfall schnell auf. Die Gemeinde baute ein Provisorium. Die Zuleitung soll jetzt gefunden und repariert werden.

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