Bundesliga-Leader zu stark für Altach

VORARLBERGER FUSSBALL. In den Achtelfinals des ÖFB-Pokals ist die letzte verbliebene Vorarlberger Mannschaft ausgeschieden: Der SCR Altach verlor bei der Wiener Austria mit 1:2.

Remo Zollinger
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VORARLBERGER FUSSBALL. In den Achtelfinals des ÖFB-Pokals ist die letzte verbliebene Vorarlberger Mannschaft ausgeschieden: Der SCR Altach verlor bei der Wiener Austria mit 1:2.

In der Bundesliga hat Leader Austria Wien doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie Altach, im Cup erzielten die Veilchen doppelt so viele Tore wie der SCRA: Im Horr-Stadion gewannen die mit vielen Ersatzspielern angetretenen Wiener mit 2:1. Das Stadion im Süden Wiens bleibt für Altach verhext, weder in der Bundesliga noch im Cup hat der SCRA je dort gewinnen können.

Matchwinner Friesenbichler

Der grosse Sieger der Partie ist erst 21 Jahre alt: Austria-Stürmer Kevin Friesenbichler erzielte beide Wiener Tore. Friesenbichler spielte lange Zeit in der Jugendabteilung von Bayern München, vorletzte Saison erzielte er für die Reserven des deutschen Rekordmeisters in der Regionalliga 15 Tore.

In der Bundesliga kam er noch kaum zum Einsatz, erzielte erst ein Tor – nun gelang es ihm, der Cup-Partie den Stempel aufzudrücken. Er glich in der 21. Minute aus, ehe er acht Zeigerumdrehungen vor Spielende das entscheidende Tor für das Weiterkommen der Austria erzielte.

Altacher Führung reicht nicht

Das schönste Tor des Spiels gelang aber Altach: Hofbauer brachte die Vorarlberger in der achten Minute mit einem sehenswert direkt verwandelten Freistoss ins Kreuzeck in Führung. Dies reichte aber nicht zum Sieg, weil Altachs Abwehr Friesenbichler nicht in den Griff bekam. Zuerst schoss er mit Links daneben, dann profitierte er von einer starken Vorarbeit Leitgebs, ehe er den Ball über die Linie drückte.

Nun entwickelte sich ein interessantes Spiel mit guten Möglichkeiten für beide Mannschaften. Die Wiener hatten mehr Ballbesitz, während sich Altach auf Konter beschränkte, damit aber durchaus Gefahr stiftete. Als das Spiel dann abflachte und sich in Richtung Verlängerung zu entwickeln schien, gelang Austria der Lucky Punch: Kehat liess einen Ball per Kopf abtropfen, Friesenbichler staubte ab und erzielte mit Links das 2:1. Dabei blieb es, auch die Verstärkung der Altacher Offensive (Stürmer Seeger für Verteidiger Schilling) brachte keine Wirkung mehr.