BUCHS/MONTLINGEN: «D(ich!)» ist bestes Jugendprojekt

Zwölf Jugendprojekt-Teams hatten sich für die regionale Vorausscheidung qualifiziert. Die Rheintalerin Richa Huber und ihr Redaktionsteam sind Sieger. Sie nehmen am Interregionalen Final teil.

Julia Kaufmann
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Nach einem rundum gelungenen und kurzweiligen Abend standen nach gut drei Stunden die Gewinner fest: «D(ich!) – das Jugendmagazin» unter der Leitung von Richa Huber (Fünfte von links) aus Montlingen. (Bild: Julia Kaufmann)

Nach einem rundum gelungenen und kurzweiligen Abend standen nach gut drei Stunden die Gewinner fest: «D(ich!) – das Jugendmagazin» unter der Leitung von Richa Huber (Fünfte von links) aus Montlingen. (Bild: Julia Kaufmann)

Julia Kaufmann

Die Erleichterung und Aufregung war gross, als die Jugendlichen des «D(ich!)-Jugendmagazins» erfuhren, dass sie den Hauptpreis und somit das regionale Finale in der Aula Flös in Buchs gewonnen hatten. Unter der Leitung von Richa Huber aus Montlingen produzieren Redaktionsmitglieder im Alter von 13 bis 23 Jahren zweimal jährlich die Jugendbeilage zum «Pfarreiforum» des Bistums St. Gallen. In der Beilage wollen sie möglichst viele Themenbereiche abdecken, sodass sicher jeder Jugendliche einen Beitrag darin findet, der sein Interesse weckt. Schliesslich weiss niemand besser was Jugendliche beschäftigt und interessiert als sie selbst.

Den zweiten Platz erreichten Jugendliche aus Buchs, die sich in den vergangenen Jahren für einen Treffpunkt in Buchs, dem Jugendpark, stark machten. Hinter ihnen klassierte sich der Verein «Kunstkiosk» mit seinem Jugendprojekt namens «Post ab!» aus Flawil. An vierter Stelle steht Gian Maria Finger aus Trogen mit seinem Kurzfilm «Ein Fehler zu viel».

Zwölf von 23 Projektteams erreichten das Finale

Die Projekte am Finale des regionalen Jugendprojekt-Wettbewerbs hätten unterschiedlicher nicht sein können, dennoch verband sie eines: Die Jugendlichen, die hinter der Planung und Or­ganisation der Ideen standen, waren voller Motivation und Elan, die Juroren beeindrucken zu können.

Vorab waren 23 Projekte eingereicht worden, von denen die sechsköpfige Jury anhand der Dokumentation jene zwölf aussuchten, die am Finale teilnehmen durften. Durch die Auswahl der Juroren kam eine grosse Themenvielfalt zustande: Theaterstücke, Filmproduktionen, ein Jugendmagazin, Ausstellungen, ein mobiler Whirlpool und auch Projekte für Bildung waren unter anderem mit am Start.

Erfahrungen und Anerkennung für Geleistetes

Der Jugendprojekt-Wettbewerb ist mittlerweile zu einem etablierten Anlass geworden. Die Jugendlichen erhalten dabei eine Plattform, ihre Ideen einem breiten Publikum präsentieren zu können und dafür mit lukrati­- ven Preisen belohnt zu werden. Zudem verfolgt die Veranstaltung einen weiteren Zweck, wie OK-Mitglied Richi Küttel sagte: «Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass viele Jugendliche etwas Sinnvolles mit ihrer Freizeit anfangen und sich in vielen Bereichen engagieren. Dem negativen Bild gegenüber jungen Erwachsenen soll so die Stirn geboten werden.»

Durch den Austausch mit anderen kreativen Jugendlichen konnten sie ihren Ideenreichtum erweitern und neue Freundschaften knüpfen. Ausserdem mussten die Teilnehmergruppen während ihrer Präsentationen und deren Planung Teamgeist zeigen und Verantwortung übernehmen. «Die Jugendlichen können in diesem Prozess ebenfalls viele wichtige Eindrücke gewinnen. Ich bin wieder einmal überrascht, wie gut die Projekte in diesem Jahr waren», sagte Küttel. Auch Jury-Mitglied Mirjam Schegg, Amt für Soziales des Kantons St. Gallen, war vom Anlass begeistert: «Dieser Abend ist etwas Spezielles. Wir kannten bereits die Dokumentationen der Projekte, nicht aber die Jugendlichen selbst, die dahinter stehen. Wir sind sehr gespannt, was sie sich für die Präsentationen ausgedacht haben.»

An eigene Ideen geglaubt und ihre Ziele verfolgt

Enttäuscht wurden die sechs Juroren nicht. Im Gegenteil. Durch das hohe Niveau der Projekte fiel ihnen die Entscheidung gar schwer. Denn für die Präsentationen legten sich die zwölf Projektgruppen noch einmal richtig ins Zeug. Sie zeigten Filmausschnitte, glänzten mit informativen Präsentationen mit Bildern und Fakten oder führten gar ein Schauspiel auf, sangen und tanzten. «Viele grosse Ideen fanden ihren Ursprung als Jugendprojekte in irgendeiner Garage. Ein gutes Beispiel dafür ist Apple-Erfinder Steve Jobs», sagte Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs. Damit gab er den Jugendlichen eine wichtige Botschaft mit auf den Weg: «Glaubt an euch, eure Ideen und Träume. Auch wenn es schwierig ist, bleibt standhaft. Denn es haben bereits viele junge Erwachsene, die dies beherzigt haben, die Welt mit ihren Visionen verändert», sagte Gut abschliessend.

Mit dem erreichten ersten Rang hat sich das Redaktionsteam für das Interregionale Finale qualifiziert. Das wird am 11. November im Spielboden in Dornbirn ausgetragen.