Brücke für Freund- und Liebschaften

Die Eröffnung der Autobrücke von Rheineck nach Gaissau liegt 20 Jahre zurück. Das hat die Bevölkerung am Samstag bei der Velo- und Fussgängerbrücke ausgiebig gefeiert.

Kurt Latzer
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Es war ein länderübergreifendes Brückenfest, begleitet von Musikkorps und Chören aus Rheineck und Gaissau. (Bild: Kurt Latzer)

Es war ein länderübergreifendes Brückenfest, begleitet von Musikkorps und Chören aus Rheineck und Gaissau. (Bild: Kurt Latzer)

Der Bau der neuen Grenzbrücke Rheineck-Gaissau, deren Kopf auf St. Margrether Boden liegt, veränderte vieles. So beispielsweise die Verkehrsführung im Städtli und die Gestaltung der Hauptstrasse zwischen den historischen Bauten Rheinecks. Eines aber ist geblieben wie in den Zeiten, als noch Fähren und später die erste Holzbrücke die beiden Ufer des Rheins verbanden: Freundschaften und sogar Liebschaften über die Landesgrenzen hinaus. Reinhold Eberle, Bürgermeister von Gaissau, erinnerte daran, dass dank der Brücken viele Gaissauerinnen und Gaissauer seit jeher in der Schweiz Arbeit bekommen hatten. «So ist in unserer Gemeinde – im Gegensatz zu anderen Regionen in Österreich – ein bescheidener Wohlstand möglich gewesen», sagte Eberle. Vom einvernehmlichen Miteinander zeugt auch die Arbeit in Vereinen. Wie das funktioniert, haben der Männergesangsverein Harmonie Gaissau und der Männerchor Rheineck gezeigt. Sie sind gemeinsam unter der Leitung des Dirigenten aus Rebstein, Otto Mattle, aufgetreten. Auch in den Musikvereinen hat man sich bei personellen Engpässen schon das eine oder andere Mal ausgeholfen. Die grenzübergreifende Freundschaft hat auch Hans Pfäffli, Stadtpräsident, bekräftigt. In seiner Rede ging er auf die Geschichte und die Bedeutung der Verbindung beider Orte ein.