Bronze und zweimal Leder

Von den Rheintaler Teilnehmern an der SM im Sprint-OL holte nur Monika Ammann eine Medaille.

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Monika Ammann auf dem Weg zu Meisterschaftsbronze. (Bild: MA)

Monika Ammann auf dem Weg zu Meisterschaftsbronze. (Bild: MA)

ORIENTIERUNGSLAUF. Raphael Wälter und Rahel Ammann belegen den undankbaren vierten Rang. Dazu gab es vier weitere Top-Ten-Plätze.

Über 1700 Teilnehmer erlebten am Sonntag in Winterthur eine unerwartet packende Entscheidung um die Meriten in der Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL. Der Veranstalter hatte dazu ein Wohngebiet im Osten der Stadt mit Schulanlagen, Wohnblöcken und Genossenschaftssiedlungen mit grosszügigen Grünanlagen ausgewählt. Das gegenüber den üblichen Kernzonen von Städten und Dörfern weitgehend offene Gelände ermöglichte variantenreiche Strecken mit vielen Richtungswechseln. Bei dem im Sprint-OL erforderlichen hohen Lauftempo war die Aufgabe sehr anspruchsvoll. Nur wenige konnten im Ziel von einem Lauf ohne nennenswerten Zeitverlust berichten.

Sprint-OL seit 2003

Die Disziplin Sprint-OL wird erst seit 2003 als Meisterschaft durchgeführt. Ebenso lange gibt es den Rheintaler OL-Cup mit den Dorf-Orientierungsläufen. Verschiedene Erfolge von OL-Sportlern aus der erweiterten Region der letzten Jahre sind unter anderem auch diesem Angebot zuzuschreiben. In Winterthur hatten von den Rheintaler Teilnehmern in erster Linie Monika Ammann, die Seniorin aus Berneck, sowie die Brüder Jonas und Raphael Wälter aus Altstätten Ambitionen auf eine Rangierung in den Medaillenrängen. Bei Mario Ammann und den Schwestern Joela und Silja Vogel aus Widnau musste alles stimmen, um sich ganz vorne platzieren zu können. Auch Rahel Ammann traute sich aus physischer Sicht einen Spitzenrang zu. Da sie aber nur sporadisch an Orientierungsläufen startet, wusste sie nicht um ihre aktuellen technischen Fähigkeiten.

Die erfolgreichste Teilnehmerin aus der Region war ein weiteres Mal Monika Ammann. Die Berneckerin wurde in der Kategorie D55 Dritte. Sie war kurz vor dem Ziel noch mit einem komfortablen Vorsprung voraus, machte dann aber zum zweitletzten Posten einen ärgerlichen Fehler. «Schade! Nach 2008 wäre wieder einmal ein Sieg möglich gewesen», sagte sie nach der Analyse ihres Laufes.

Gute Gesamtbilanz

Der sechste Medaillenrang in dieser Disziplin innerhalb von sieben Jahren freue sie aber trotzdem. Nur gedämpfte Euphorie versprühte Raphael Wälter. Er verpasste in seiner Leistungskategorie Herren A kurz als Vierter das Podest nur um zwei Sekunden. Auch er hatte kurz vor Schluss noch an dritter Stelle gelegen. Rang vier ist auch das sehr gute Ergebnis von Rahel Ammann. Joela Vogel (D16) und Mario Ammann (H55) als je Siebte, Silja Vogel (D14) als Neunte und Erwin Wälter (HB) als Zehnter runden die Gesamtbilanz ab.

Als nächste nationale Veranstaltung folgt Ende Mai ein Wochenende im französischen Jura zusammen mit dem westlichen Nachbarverband. In diesen Anlass integriert ist die Schweizer Meisterschaft im Mitteldistanz-OL. (MA)

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