Broger will Übungsbrandplatz in Altstätten erhalten

Auf dem Areal des früheren Zivilschutzausbildungszentrums in Altstätten wird bald gebaut. Kantonsrat Andreas Broger will der Feuerwehr wenigstens das Übungsbrandhaus erhalten.

Max Tinner
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Ausbildung von Feuerwehr-Unteroffizieren auf dem Brandplatz des Zaza vor ein paar Jahren. (Archivbild: Reto Wälter)

Ausbildung von Feuerwehr-Unteroffizieren auf dem Brandplatz des Zaza vor ein paar Jahren. (Archivbild: Reto Wälter)

Voraussichtlich noch dieses Jahr werden die Bauarbeiten für die Erweiterung des Regionalgefängnisses beginnen. Dafür wird auch die Luchsstrasse gegen die Riet­aach hin verlegt, auf das Übungsareal des früheren Zivilschutzausbildungszentrums Zaza, das heute noch von der Feuerwehr als Ausbildungsplatz genutzt wird.

Der Altstätter CVP-Kantonsrat Andreas Broger hat die Pläne in den Beratungsunterlagen für den Kantonsrat studiert und festgestellt, dass das Materialdepot und das Brandhaus von der Erweiterung und der Strassenverlegung nicht betroffen wären und damit seines Erachtens dieser Teil des Übungsgeländes der Feuerwehr erhalten werden könnte. Vorausgesetzt, der Kanton würde an jener Stelle auf einige Parkplätze verzichten.

Allerdings beabsichtigt der Kanton offenbar, eben jenen Spickel Boden mit dem Brandhaus, den er fürs Regionalgefängnis nicht benötigt, dem Bund zu verkaufen, welcher es wiederum dem Areal fürs neue Bundesasylzentrum zuschlagen würde. Broger folgert dies aus einem Plan im Bericht des Preisgerichts für den Projektwettbewerb zu jenem Neubau.

In einer Einfachen Anfrage will Broger nun von der Regierung wissen, weshalb der Kanton die nicht benötigte Fläche dem Bund verkauft, statt sie als Ausbildungsplatz für die Feuerwehr zu erhalten.

Künftige Ausbildung hängt in der Luft

Dies umso mehr, als die gesetzliche Grundlage für die künftige Feuerwehrausbildung momentan in der Luft hängt. Der Kantonsrat hat nämlich in seiner letzten Session im Februar den Entwurf der Regierung für ein neues Feuerschutzgesetz, in dem es nicht zuletzt um die Ausbildung ging, zurückgewiesen.

Dass der Feuerwehr auch künftig ein adäquates Übungsgelände zur Verfügung steht, ist Broger auch deshalb so wichtig, weil er als Stadtrat die Sicherheitskommission der Stadt Altstätten präsidiert. Diese Kommission ist im Besonderen für die Feuerwehr zuständig.

Broger erkundigt sich deshalb bei der Regierung auch nach der Möglichkeit, vom Kanton eine Ersatzfläche in unmittelbarer Nähe des heutigen Übungsgeländes zur Verfügung gestellt zu bekommen, sollte der heutige Übungsplatz doch nicht erhalten werden können.