Brillantes Schlusskonzert am Appenzeller Singwochenende

WALZENHAUSEN. Das fünfte Appenzeller Singwochenende wurde am Sonntag mit einem Konzert erfolgreich beendet. Die Bläsergruppe Heiden bereicherte das Konzert.

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Erfolgreiches fünftes Appenzeller Singwochenende in Walzenhausen. (Bild: rz)

Erfolgreiches fünftes Appenzeller Singwochenende in Walzenhausen. (Bild: rz)

WALZENHAUSEN. Das fünfte Appenzeller Singwochenende wurde am Sonntag mit einem Konzert erfolgreich beendet. Die Bläsergruppe Heiden bereicherte das Konzert.

Das Appenzeller Singwochenende (ASW) steht seit Beginn unter der Leitung von Michael Weber, Oberstufenlehrer in Walzenhausen. Die Sängerinnen und Sänger bilden eine lose Gruppe von Frauen und Männern. Jedes Jahr kommen einige neue dazu. Der Chorleiter weiss deshalb erst am Schluss der Anmeldefrist, wer und wie viele sich beteiligen werden. Doch dies tut der Qualität, der grossen Begeisterung keinen Abbruch, im Gegenteil, die neuen wie diejenigen, die seit fünf Jahren dabei sind, geben ihr Bestes.

Die Darbietungen brachten die grosse Freude am Chorgesang spür- und hörbar zum Ausdruck. Was Michael Weber mit «seinen» Frauen und Männern über das Wochenende zustande gebracht hat, ist schlichtweg faszinierend, ja fast einmalig. «Seine immense Arbeit ist stets gepaart mit Freude und Humor», würdigte Sänger Ernst Suhner den Chorleiter. Die Gesangsproben fanden von Samstagnachmittag bis Sonntagnachmittag im «Sonnenblick» in Walzenhausen statt, wo die über 50-köpfige Gruppe einmal mehr Gastrecht fand. Derweil der Chor in die vollbesetzte evangelische Kirche einmarschierte, sang er das «Jubilate, Alleluja» von J. Berthier. Begleitet wurde dieser Gesang durch die Bläsergruppe Heiden (BGH). Darauf folgte gepflegter Chorgesang ohne Kommentar, ohne Musikbegleitung. Der abwechslungsreiche mehrstimmige Gesang stand im Mittelpunkt. «Aller Augen warten auf dich» von H. Schütz und «Auf meinen lieben Gott» von J. Regnart wurden zum Besten gegeben und mit warmem Applaus gewürdigt. Aber nicht nur religiöse Lieder hatte der Chor in intensiver Probenarbeit einstudiert, sondern auch fröhliche, beschwingte wie «Come again», «Drei schöne Dinge fein» und «Hallo Django». Zur Jahreszeit passend wurde das «Ein Jäger» von A. Zuccalmaglio ins Programm aufgenommen. Den krönenden Abschluss bildeten das Abendlied «Der Mond ist aufgegangen» und «Ode an Gott». Die Zuhörerschaft war eingeladen, das Landsgemeindelied von J. H. Tobler mitzusingen. Eine prächtige Bereicherung bildete der Auftritt der BGH unter der Direktion von Stefan Zeller. Diese Formation ist ein Projekt-Ensemble aus musikbegeisterten Frauen und Männern. Jedes Jahr setzt sie sich mit «altbewährten» und neuen Musikerinnen und Musikern zusammen. Proben finden jeweils vom Frühherbst bis in den Winter statt. Der erfolgreiche Auftritt am ASW war der erste dieser Saison, weitere folgen im Dezember. Als ein bombastisches Konzert würdigte abschliessend Michael Weber die Darbietungen der BGH. In der Tat, mit «Hobbits Dance und Hymn», «Slavonic Rhapsody» von A. Dvorák und «Fanfare and Dance» von P. Tschaikowski bewies das Ensemble grosses Können und riesige Begeisterung für gepflegte Blasmusik. Mit «Lord Tullamore» verabschiedete sich die BGH. Doch das begeisterte Publikum verlangte nach einer Zugabe. Farandole aus der Suite «L' Arlesienne». Der grosse Applaus war Dank und Anerkennung für das immense Schaffen des Chors und der Bläsergruppe mit ihren engagierten Leitern. (rz)

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