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Brauchtum zum Jahresende

Der «Altjohrusschället» zum Ende der Jahreszeiten ist ein dörfliches Brauchtum. Buben und Mädchen sind am Silvesternachmittag für einen guten Zweck unterwegs.
Silvester 2017: Dreier-Bubengruppe vor dem «Usschället» auf dem Oberrieter Kirchplatz. So muss es sein – voller Fröhlichkeit, ausgerüstet mit Schellen und Spendensammelbüchse. (Bild: pd)

Silvester 2017: Dreier-Bubengruppe vor dem «Usschället» auf dem Oberrieter Kirchplatz. So muss es sein – voller Fröhlichkeit, ausgerüstet mit Schellen und Spendensammelbüchse. (Bild: pd)

Wohl zahlreich sind in der Vergangenheit Traditionen und Überlieferungen der modernen Zeit zum Opfer gefallen. Der eine Grund, weil sie nicht mehr zeitgemäss sein sollen. Ein anderer, weil sie die heutige Gesellschaft nicht selten für kitschig empfindet. Es kann auch sein, weil die heutige Jugend für die Kulturpflege weniger interessiert ist. Immerhin, in letzter Zeit sind sogar neue Brauchtumsveranstaltungen dazugekommen.

Neubelebung vor vier Jahrzehnten

Seit mehr als vier Jahrzehnten schliesst sich in Oberriet, Eichenwies und Montlingen der Jahreskreislauf mit dem «Altjohrusschället». Gerne erinnert man sich an den letzten Tag im Jahr 1975, als nach sehr langem Unterbruch zur Eröffnung des Ge-meindemuseums der Brauch als Neubelebung stattfand. Sehr erfolgreich war es, weil die Neueinführung mit einer Geldsammlung für das kurz zuvor in Betrieb genommene Museum verbunden war. Das «Rothus» wurde zum Zentrum, in dem die Gemeindegeschichte Platz fand und seither viele Gegenstände der Vergangenheit zur Aufbewahrung lagern. Jährlich, ohne Unterbruch, touren seither in den drei Dörfern Schülergruppen der Unterstufe durch Strassen und Quartiere mit Halt vor den Haus- und Wohnungstüren. Mit Stolz und viel Freude bringen sie ab dem frühen Nachmittag den Leuten Glück- und Segenswünsche dar. Mit dabei auch die buntfarbige Geldsammelbüchse.

Die Spenden werden für die Sanierung und Neueinrichtung der Steiger’schen Schuhmacherwerkstatt im Museumsstall verwendet. Mit Schellenklang – der sicher eine wichtige Rolle spielt – machen die eifrigen Buben und Mädchen auf das besondere «Silvesterla» aufmerksam. Dabei sollen die kleinen und grossen Glocken nicht nur für das Gute erklingen, sondern auch Böses und Unheil fernhalten.

Es werden noch Mitwirkende gesucht

Leider fehlen den Organisatoren für die beiden Dörfer Oberriet und Eichenwies noch einige Mitwirkende. Gerne nimmt Flavio Loher, Schwalbenweg 10, Oberriet (Telefon 071 761 02 18) spontane Anmeldungen entgegen. Jedem Teilnehmer winkt ein Trinkgeld. Der Anlass beginnt am Montag, 31. Dezember, um 12.30 Uhr und dauert bis 16 Uhr. Besammlung ist beim Pfarreiheim in Oberriet. (pd)

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