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«Brandschutz-Auge» aus der Luft

Abschied und Informationen zum Brandschutz aus der Luft: Vergangenen Samstag versammelten sich Offiziere des Sicherheitsverbundes Rheineck-Thal-Lutzberg zum Jahresabschluss bei der Firma Helialpin.
Kurt Latzer

«Wir investieren im kommenden Jahr in den neuen Bereich Kata­strophenschutz über 100000 Franken», sagte Manfred Holdener, CEO des Helikopterunternehmens Helialpin, den Besuchern der Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg. Mit einer spe­- ziellen Zusatzausbildung lernen Helikopterpiloten der Firma in den nächsten Wochen und Monaten, unter Last zu fliegen. Denn Charter- oder Schulungsflüge durchzuführen, ist das Eine, mit einem 1000 Kilogramm schweren Wassersack unterwegs zu sein, etwas ganz Anderes.

Zwei Wochen Pikettdienst geleistet

Enzo Termine, scheidender Kommandant der Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg, und Manfred Holdener kennen sich gut. Denn Letzterer hat die Feuerwehr schon mit Informationen gedient. So beispielsweise in diesem Jahr, als an einem abgelegenen Ort auf Walzenhauser Gemeindegebiet ein Bauernhaus brannte. «Manfred Holdener flog zufällig über der Gegend und hat mich per Funk über das qualmende Haus informiert», sagte Enzo Termine. Damals wäre er froh gewesen, hätte ihm ein Lösch-Helikopter zur Verfügung gestanden. «Wir hatten keine Chance, das Haus mit schwerem Gerät zu erreichen, und konnten nicht mehr tun, als ein Ausbreiten des Feuers auf die Umgebung zu verhindern», sagte Termine.

Zum ersten offiziellen Einsatz kam Helialpin vergangenen August. «Wegen der Trockenheit und möglicher Waldbrände standen wir zwei Wochen rund um die Uhr auf Pikett bereit», sagte Manfred Holdener. Zwei Heli­kopter vom Typ X-Max eines befreundeten Unternehmens mit einer Tragkraft von über zwei Tonnen hätte man im Notfall anfordern können. Denn damals verfügte das Altenrheiner Heli-­ kopterunternehmen nicht über den nötigen Löschsack. Doch das soll sich nun ändern. Neben der Ausbildung der Piloten will Holdener auch die speziellen Wassersäcke für seine Helikopter organisieren. Auch für andere Einsätze rund um die Katastrophen­- hilfe will sich die Firma rüsten. «Leider müssen wir damit rechnen, dass es in den nächsten Jahren häufiger solche Wetterphä­nomene wie in diesem Sommer gibt», sagt Manfred Holdener.

Kommandant verabschiedet sich und andere Offiziere

Wie er beim Besuch der Feuerwehr-Offiziere sagte, ist die Helikopter-Flugschule das Kerngeschäft der Firma. Insgesamt stehen acht Helialpin-Maschinen am Flugplatz St. Gallen-Altenrhein, zwei in Zürich und zwei in Deutschland.

Warum also tut sich der Unternehmer das mit den Investitionen zugunsten des Katastrophenschutzes an? «Wir wollen in der Bevölkerung nicht nur als die wahrgenommen werden, die Lärm verursachen. Wir wollen für die Allgemeinheit unseren Beitrag leisten», sagt der CEO. Spätestens nächsten Sommer will Holdener für Einsätze parat sein. Im Frühjahr sind einige Übungseinsätze geplant.

Damit sich die Offiziere der Feuerwehr ein Bild ihres Einsatzgebietes aus der Luft machen konnten, nahmen sie in Gruppen in einem Helikopter vom Typ Airbus E130 Platz. Nach der Landung trafen sie sich zum Apéro im Helialpin-Hangar, an dem Enzo Termine zwei Feuerwehroffiziere und anschliessend sich selbst vom Kader verabschiedete.

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