Bonus für Hülle oder Fassade

Aufgrund der Ablösung der Stiftung Klimarappen durch das nationale Gebäudeprogramm wurde die regionale Richtlinie der Rheintaler Energieinitiative (RhEI) überarbeitet. Neu wird etwa die energetische Erneuerung von Fassaden gefördert.

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Seit Anfang 2008 wurden über 500 Förderanträge bei den zwölf Rheintaler Gemeinden eingereicht. (Bild: Archiv/ky)

Seit Anfang 2008 wurden über 500 Förderanträge bei den zwölf Rheintaler Gemeinden eingereicht. (Bild: Archiv/ky)

Rebstein. Ein Drittel des Schweizer Nutzenergieverbrauchs geht auf das Konto der Raumwärme, und rund 45 Prozent des CO2-Ausstosses sind auf den Energieverbrauch von Gebäuden zurückzuführen. Aus Sicht des Klimaschutzes ist es also sinnvoll, hier den Hebel anzusetzen. Dies hat die Rheintaler Energie-Initiative, gegründet durch den Verein St. Galler Rheintal, früh erkannt.

Die regionale Richtlinie über die Gewährung von Energie-Förderbeiträgen ist seit Anfang 2008 in Kraft und hat sich bewährt. Diese Richtlinie basiert teilweise auf nationalen Förderprogrammen. Eine kleine Anpassung der Richtlinie ist nötig geworden, da «Das Gebäudeprogramm» ab 2010 das Programm der «Stiftung Klimarappen» ablöst. Anträge, die bis Ende 2009 eingereicht wurden, werden noch nach der alten Richtlinie behandelt.

Vieles bleibt beim Alten

Grundsätzlich werden in der regionalen Richtlinie nach wie vor folgende Massnahmen gefördert: Es sind dies der Energiecheck, Minergie bei Sanierungen, Minergie-P bei Sanierungen und Neubauten, Warmwasser-Kollektoren und Holzheizungen.

Energetische Erneuerungen einer vollständigen Fassade oder der vollständigen Gebäudehülle werden neu regional gefördert, indem ein Bonus ausbezahlt wird. Neu wird zudem keine Unterscheidung des Heizsystems mehr gemacht. Seit Anfang 2008 wurden über 500 Förderanträge bei den zwölf Rheintaler Gemeinden eingereicht.

Etwa die Hälfte davon waren Anträge für Warmwasser-Kollektoren. Dadurch werden bis jetzt jährlich rund 125 000 Liter Heizöl in der Region eingespart. Dies entspricht sechs Tanklastwagen-Füllungen weniger pro Jahr, welche in die Region geliefert werden müssen. Im Vergleich zu anderen Regionen im Kanton St. Gallen ist das Rheintal tatsächlich Spitzenreiter bei der Anzahl Warmwasser-Kollektoren pro Einwohner.

Dieser enorme Erfolg kann der regionalen Energieförderung koordiniert durch die Arbeitsgruppe RhEI des Vereins St. Galler Rheintal zugesprochen werden.

Einreichung wie bisher

Das Antragsformular kann bei der Gemeindeverwaltung angefordert und eingereicht oder unter www.rhei.ch heruntergeladen werden. Wichtig: es ist zu beachten, dass die Förderbeiträge vor Baubeginn zugesichert sein sollten. Der Förderantrag sollte somit früh genug eingereicht werden.

Mehr Informationen

Mehr Informationen zur regionalen Energieförderung unter www.rhei.ch. Informationen zum nationalen Sanierungsprogramm findet man unter www.dasgebaeudeprogramm.ch. (pd)

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