Bon-Jovi-Hits unter dem Sternenhimmel: Der Musikverein Diepoldsau-Schmitter spielt im Freien

Das Konzert des Musikvereins Diepoldsau-Schmitter fand draussen statt und konnte ohne Zertifikat besucht werden.

Susi Miara
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Das Aktivkorps gab sein neues musikalisches Abendprogramm zum Besten.

Das Aktivkorps gab sein neues musikalisches Abendprogramm zum Besten.

Bild: Susi Miara

«Not macht erfinderisch», dachte sich der Musikverein Die­polds­au-Schmitter und verlegte seine Musikunterhaltung unter den freien Himmel. Das Outdoorkonzert war zwar etwas speziell, dafür konnten 300 Personen zuhören, ohne ein Covidzertifikat vorweisen zu müssen.

Das Konzertpublikum kam gut vorbereitet: man sah warme Jacken, Schals, Kappen, Handschuhe, einige brachten sogar Decken mit. Präsident Ivan Nett freute sich über das zahlreiche Erscheinen, denn die Verantwortlichen seien sich bewusst gewesen: «Wenn man etwas Neues versucht, kann es auch ganz schön in die Hose gehen.» Ohne künstliche Pausen wechselten sich die Korps ab, von den Kleinsten bis zu den Aktiven. Ausdrücklich erlaubt war es auch, sich zu bewegen oder sich ab und zu unter den Heizpilzen aufzuwärmen.

Erste Schritte in der grossen Musikwelt

Den Anfang machten die Beginners unter der Leitung von Katja Weber-Eugster. Mit grossem Applaus wurden sie vom Publikum empfangen. Mit dem Stück «Big Big World» machten sie ihre ersten Schritte in der grossen Musikwelt und verabschiedeten sich mit dem schottischen Lied «Auld Lang Syne». Das Publikum forderte eine Zugabe, noch einmal wurde «Big Big World» gespielt.

Mit einem etwas anspruchsvolleren Programm ging es bei den Youngsters weiter. «Jetzt aber Vollgas», motivierte die Dirigentin Katja Weber-Eugster ihre kleine Truppe. Und diese gab alles: Mit «March Majestic», «Tiger Rock», «Radioactive» und «Baba Yetu» begeisterten die Youngsters die Anwesenden, eine Zugabe war fast selbstverständlich. Mit «Feel It Still» meisterten sie diese bravourös.

Wikinger erobern die Konzertbühne

Dirigent Daniel Ritter übte mit der Jugendmusik und dem Aktivkorps ein anspruchsvolles, spritziges Programm ein, und dies in nur zwei gemeinsamen Proben, wie er erklärte. Wegen der Pandemie seien nur Einzelproben möglich gewesen. Umso grösser sei die Freude, endlich vor Publikum auftreten zu können. Als Wikinger verkleidet, eroberte die Jugendmusik die Bühne und ihr Eröffnungsstück «Wickie-Medley» passte ausgezeichnet zum Outfit. Mit «Movie Milestones» wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer in Filmszenen versetzt. Weiter ging es mit einem Medley der bekanntesten Lieder von Nena. Mit «Gangnam Style» wollten die jungen Musizierenden ihr Programm beenden, doch auch hier forderte das Publikum mit tosendem Applaus eine Zugabe. «Can You English Please» von den Fäaschtbänklern riss die Menge mit und sie sang lautstark den Refrain.

Das rassige Programm der Aktiven war genau das Richtige für die tiefen Temperaturen. Jazzig-soulig ging es los mit «Sir Duke», gefolgt von Big-Band-Sound von Glenn Miller und einem rockigen Mix der Hits von Bon Jovi. Schlag auf Schlag ging es weiter in die 80er-Jahre mit bekannten Melodien, die zum Mitsingen animierten. Mit dem Schweizer Marsch «Gruss an das Worblental» kehrte der Musikverein zurück in die Heimat und schliesslich mit dem Fäaschtbänkler-Lied «Ein Leben lang» zurück ins Rheintal. Nach zwei Zugaben wurde schliesslich auch das Aktivkorps ent­lassen; das «Diepoldsauer Lied» stimmten zum Schluss alle gemeinsam an.

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