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Der Rebschter Fasnachtsumzug: «Böllelifutzen» mit Plastikspritzen

Am Rebschter Fasnachtsumzug hat die siegreiche Ferien GmbH die Altstätter Röllelibutzen parodiert – mit stümperhaften Hüten, Plastikspritzen und etwas anderen Ehrendamen. Originell war auch sonst vieles.
Gert Bruderer

Der Umzug der Rebsteiner ist jedes Jahr ein Hinweis darauf, was die Zuschauer am noch grösseren Altstätter Fasnachtsumzug erwartet, denn viele der Gruppen nehmen auch dort teil. Besonders positiv in Rebstein: Sechs Sujets hatten einen lokalen oder regionalen Bezug.

Den lokalen Aufreger des letzten Jahres hat der TV Rebstein perfekt zum Fasnachtsmotto erhoben: Die Fussgängerstreifen, die der Kanton klammheimlich strich, die nun aber teils wiederkehren. Die Turner hatten am Umzug viel zu tun; mehrere Zweierteams waren laufend damit beschäftigt, einen gelben Streifen nach dem anderen auf die Strasse zu legen und so immer wieder einen neuen Zebrastreifen zu bilden, der sodann vom Nachwuchs benützt wurde.

Schonungslose Reime über Röllelibutzen

Die Ferien GmbH, die Jahr für Jahr einen Preis nach Hause nimmt (2018 war «Skirardelli» das Motto), trug nicht zum ersten Mal den Sieg davon. Ihr Sujet «100 Jahre jöjöjö…» ist schlicht der Hammer. Als falsche Röllelibutzen äussern sie sich fasnächtlich schonungslos über die Alt­stätter Röllelibutzen, die ihr 100-Jahr-Jubiläum feiern: «Jo, 100 Johr, es isch kum wohr. Jedes Johr, es tut fang weh, mos ma da glichi Schissdreck geseh. Me tuz as Tradition deklarierä und mos ko Thema usstudiere.» Auf den ersten Blick und aus der Ferne konnte man wirklich meinen, die Röllelibutzen vor sich zu haben, denn die Räbschter Böllelifutzen, wie sie sich in Anlehnung an die Altstätter Fasnachtsorganisatoren nennen, haben sich erfolgreich alle Mühe gegeben, irgendwie doch wie die echten Röllelibutzen auszusehen – abgesehen vielleicht von den üppigen «Ehrendamen».

Der Diepoldsauer Hans Rohner, der Jahr für Jahr mit seinem Traktor auf ein aktuelles Thema Bezug nimmt, wählte diesmal das in seiner Existenz bedrohte Spital. Eine schöne Geste hatten sich die einheimischen FC-Junioren einfallen lassen. Nachdem sie letztes Jahr die Sportplatzerneuerung am Fasnachtsumzug thematisiert hatten, kamen sie nun, nach dem Ja der Bürgerschaft, nicht nur mit dem Motto «Die Super Boys», sondern auch mit einem grossen Transparent, auf dem es kurz und bündig «Danke» hiess. In der Lage des Bittstellers war diesmal der Musikverein, dem die Neuuniformierung bevorsteht. Und mittendrin im fasnächtlichen Treiben tauchte plötzlich ein Wägelchen auf, das an den dreisten Diebstahl Bezug nahm, den die Samichläuse hinzunehmen hatten; ihr Wagen war ja gestohlen worden. Am Umzug gab’s nun «neu: eine Diebstahlsversicherung für Samichlauswägeli».

45 Gruppen, davon 16 Guggen

Die Oberrieter Jungwacht hatte eine Goldmine auf ihrem Wagen, passend zum «Goldrausch» in ihrer Gemeinde: «Hallenbad, Aussichtsplattform in Montlingen, Beobachtungssteg in Oberriet, Sanierung der Mehrzweckhalle» – für alles braucht es schliesslich Geld. Insgesamt nahmen rund 800 Teilnehmende in 45 Gruppen teil, davon 16 Guggenmusiken. Das Oberrieter Hobel Team gewann mit seinem einsatzfreudig dargebotenen Sujet «Die Bachelorette» den 2. Preis, der STV Kriessern erreichte mit «Tortuga» Platz 3. Beim Nachwuchs siegte Kun­terbunt mit dem Motto «Völlig losgelöst» (von der Erde), die Kinder und Jugendlichen von Jungwacht/Blauring Rebstein gewannen als Legosteine den 2. Preis, und die einheimischen FC-Junioren wurden Dritte.

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