Bodenverkauf bringt Arbeitsplätze

136 stimmberechtigte Ortsbürger liessen sich von Ortspräsident Ernst Schönauer über die Geschäfte und Projekte der Ortsgemeinde Rebstein informieren. Allen Anträgen stimmten sie zu.

Angelika Rieger
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Die Ortsbürger von Rebstein genossen nach dem offiziellen Teil auch das Beisammensein. (Bild: Angelika Rieger)

Die Ortsbürger von Rebstein genossen nach dem offiziellen Teil auch das Beisammensein. (Bild: Angelika Rieger)

Rebstein. Die rund 20 Prozent anwesenden Ortsbürgerinnen und Ortsbürgern, die den Weg in die Progyhalle gefunden hatten, stimmten der Jahresrechnung, dem Voranschlag und dem Bodenverkauf an die Firma Aquis Wasser-Luft-Systeme GmbH zu. Die Kompetenz zum Bodenverkauf wurde dem Ortsverwaltungsrat bereits im Jahr 2008 erteilt. Die Firma Aquis konnte sich bisher aber nicht zum Kauf entscheiden. Die Frist ist abgelaufen.

Nun überlegt das Unternehmen, sich doch für den Standort Rebstein zu entscheiden. Mit der Zustimmung durch die Stimmbürger wird der Ortsverwaltungsrat ermächtigt, die Parzelle Nr. 211 im Flussgraben mit rund 3500 Quadratmeter Industrieland für rund 528 000 Franken und die Parzelle Nr. 1821 mit 1399 Quadratmeter Industrieland für rund 196 000 Franken an die Firma Aquis zu verkaufen. Dies geschieht aber nur, wenn sich das Unternehmen bis 31. März definitiv für den Standort Rebstein entscheidet.

Bodensenkungen vorhanden

Vorab liessen sich die Ortsbürger über das vergangene Jahr, Schwerpunkte im Jahr 2011 und Projekte informieren, an welchen die Ortsgemeinde Rebstein beteiligt ist. Zum einen ist dies die Bodensanierung Riet, einem Pilotprojekt, welches die Ortsgemeinde Marbach und die Rhode Lüchingen ausgearbeitet haben. Die Idee dahinter ist, die Flächen mit Rheinsand zu überschütten. Vorerst wird auf einer Fläche von 13 Hektaren im Isenriet versucht, mit etwa 20 Zentimeter Aufschüttung die Nutzungseigenschaften zu verbessern. Dafür würden rund 26 000 Kubikmeter Sand benötigt. Der wird dem Mittelgerinnewuhr des Rheins entnommen. An den Kosten von rund 520 000 Franken beteiligen sich Bund und Kanton (54 Prozent), den Rest werden sich die Melioration, die umliegenden politischen Gemeinden und die Ortsgemeinden zu je einem Drittel teilen. Falls die Erfahrungen positiv ausfallen, könnte das Projekt auch auf andere Flächen im Rheintal übertragen werden. Mit dem Entscheid des Volkswirtschaftsdepartements wird im Herbst 2011 gerechnet. «Die Erhaltung oder Verbesserung der bestehenden Flächen ist sinnvoll», meinte Ernst Schönauer.

Ein weiteres Projekt, an dem sich die Ortsgemeinde beteiligt, ist das Forschungsprojekt «Geschichte des Rheintals.» Die Ortsgemeinden haben vereinbart, sich gemeinsam mit bis zu 100 000 Franken am Projekt zu beteiligen.

Geselligkeit gepflegt

Die Jahresrechnung schliesst entgegen einem budgetierten Rückschlag mit einer Besserstellung von rund 499 000 Franken. Dies ist neben geringeren Aufwendungen der besser ausgefallenen Waldrechnung und einem Grundstücksverkauf zu verdanken.

Nach dem offiziellen Teil gab es den traditionellen Bürgerimbiss und anschliessend musikalische Unterhaltung mit der Kapelle Pfauenhalder aus Berneck.