Boden nachhaltig weitergeben

RÜTHI. Die Rüthner Gewerbevertreter erfuhren anlässlich des Wirtschaftsgesprächs beim Infoteil der Gemeinde unter anderem, dass das Bauland knapp wird.

Ralph Dietsche
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Rund 60 Vertreter aus Rüthner Gewerbe- und Industriebetrieben besichtigten das Logistikzentrum der Post. (Bild: Ralph Dietsche)

Rund 60 Vertreter aus Rüthner Gewerbe- und Industriebetrieben besichtigten das Logistikzentrum der Post. (Bild: Ralph Dietsche)

In den letzten Jahren durfte die Gemeinde Rüthi einen erfreulichen Zuwachs an Einwohnerinnen und Einwohnern wie auch an Industrie- und Gewerbebetrieben verzeichnen. Nebst der Attraktivität der Gemeinde trug sicherlich auch die aktive Bodenpolitik zur erfreulichen Entwicklung bei. An dieser möchte der Gemeinderat festhalten.

Nachfrage grösser als Angebot

Gemeindepräsident Thomas Ammann erklärte dass die Nachfrage allerdings derzeit weitaus grösser sei als das Angebot. Dementsprechend wertvoll wertet er den Kauf einer unbebauten Teilfläche von gut 9800 Quadratmetern von der Continental Automotive Switzerland AG. Erfreut hielt er fest: «Das Referendum gegen den Kauf wurde nicht ergriffen. Dank dem Erwerb kann die Gemeinde die Entwicklung aktiv mitgestalten.» Ziel sei es nicht, das Grundstück möglichst rasch zu verkaufen, sondern gezielt einem expandierenden, einheimischen Unternehmen zur Verfügung zu stellen oder einem Interessenten, der nachhaltig Arbeitsplätze in die Gemeinde bringt.

Kontakt untereinander pflegen

Thomas Ammann nutzte das Wirtschaftsgespräch unter anderem, um den Gewerbetreibenden und Wirtschaftsvertretern für die gute Zusammenarbeit zu danken. Gleichzeitig wünschte er sich, dass die Kita Wunderland in Montlingen von der Wirtschaft stärker unterstützt wird und informierte über anstehende Projekte in der Gemeinde und die Prüfung von punktuellen Zusammenarbeiten über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das wichtigste des Rüthner Wirtschaftsgesprächs war der persönliche Austausch unter den Gewerbe- und Industrievertretern sowie den Behördenmitgliedern. Thomas Ammann: «Gerade weil Rüthi keinen eigenen Gewerbeverein hat, bietet dieser Anlass die ideale Plattform für den persönlichen Dialog mit der Behörde und unter den Gewerbe- und Wirtschaftsleuten.» Gut 60 Teilnehmende nutzten die Chance und nahmen das Angebot wahr. Das grosse Interesse zeigt, dass das Wirtschaftsgespräch auch bei seiner 19. Durchführung einem Bedürfnis entspricht. Vor dem informellen und gesellschaftlichen Teil – welcher durch den Zauberer Albi Büchel aufgelockert wurde – hatten die Teilnehmer des Rüthner Wirtschaftsgesprächs die Möglichkeit, das Brief-Logistikzentrum der Post in Gossau zu besichtigen.

Veränderungen bei der Post

Sie erhielten einen Einblick in das hochautomatisierte Unternehmen. Am Standort Gossau werden von den 130 Mitarbeitenden in zwei Schichten täglich bis zu einer Million Sendungen verarbeitet und für den Zusteller so sortiert, dass die Briefabfolge der Laufroute entspricht. Manch Besucher staunte, was mit einem Brief passiert, nachdem er diesen in den gelben Briefkasten eingeworfen hat. Das Thema Post wählte die Gemeinde, weil in diesem Jahr die Poststelle in Rüthi geschlossen und in eine Postagentur im Volg umgewandelt wurde. Der Grossteil der Gewerbevertreter ist mit dem angepassten Post-Angebot zufrieden, hat es sich doch inzwischen im Alltag bewährt.