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BOB: «Nahe an Olympia-Quali»

Der 23-jährige Marco Tanner aus Lüchingen ist nicht für die Olympischen Spiele nominiert worden – er hat aber noch eine kleine Hoffnung, um doch nach Südkorea zu reisen.
Yves Solenthaler
Marco Tanner ist trotz (vorläufig) geplatztem Olympia-Traum mit seiner Entwicklung als Bob-Anschieber sehr zufrieden. In einer Woche startet er an der Junioren-WM. (Bild: pd)

Marco Tanner ist trotz (vorläufig) geplatztem Olympia-Traum mit seiner Entwicklung als Bob-Anschieber sehr zufrieden. In einer Woche startet er an der Junioren-WM. (Bild: pd)

Yves Solenthaler

Marco Tanner ist in der Leichtathletik beim KTV Altstätten gross geworden. Als Dreispringer gehörte er im U23-Alter zur nationalen Spitze. Seit zwei Saisons konzentriert sich Tanner auf eine Karriere als Bob-Anschieber. In diesem Winter fährt er für das Team von Olympiasieger Beat Hefti.

Sie stehen nicht im Aufgebot für die Olympischen Spiele in Pyeongchang. Verspüren Sie eine grosse Enttäuschung?

Tanner: Ich bin schon ein wenig enttäuscht, aber ich musste damit rechnen: Beim Ausschieben vor der Saison wurde ich Achter, aber es hat nur Platz für sieben Schweizer Anschieber an den Olympischen Spielen. Zudem war schon länger klar, dass sich mein Teamchef Beat Hefti nicht für Südkorea qualifiziert.

Aber vor einer Woche sagten Sie noch, bezüglich Olympia-Quali sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Meine Hoffnung bestand darin, dass der Verband einem jungen Fahrer eine Chance gibt. So hät­-te ich die Möglichkeit gehabt, mich im Hinblick auf die Spiele in vier Jahren an Olympia heranzutasten.

Mit Thomas Amrhein hat ein selektionierter Anschieber vor erst zwei Wochen das Schlüsselbein gebrochen. Besteht eine Möglichkeit, dass Sie nachrutschen?

Ja, ich bin von Swiss Sliding als erster Ersatzmann in der Schweiz benannt worden. Bis zum 17. Feb­ruar ist eine Nachnomination möglich, bis dahin halte ich mich bereit.

Mit Alex Baumann ist aber bereits ein Ersatzmann im Aufgebot.

Es war immer klar, dass zwei Piloten und sieben Anschieber aus der Schweiz in Pyeongchang dabei sind. Sollte Amrhein nicht rechtzeitig fit werden, wäre ich wohl der Ersatzmann vor Ort.

Wie halten Sie sich für eine mögliche Olympia-Nachnominierung bereit?

In dieser Woche haben wir in St. Moritz trainiert, wo am Wochenende die Schweizer Junioren-Meisterschaften stattfinden. Eine Woche später geht ebenfalls in St. Moritz die Junioren-WM über die Bühne, an der ich im Vierer- und im Zweierbob starten kann.

Mit welchem Piloten starten Sie dort?

Mit Cédric Follador, der selbst auch erst seit Kurzem im Bobsport dabei ist.

Ist die Junioren-WM gar ein Saisonhöhepunkt?

Ja, nach der verpassten Olympia-Quali wird dieses Rennen sicher ein Highlight für mich. Ich hatte vor einem Jahr die Möglichkeit, an der Junioren-WM im Viererbob teilzunehmen, nun bin ich auch im Zweierbob dabei.

Wenn Sie auf den Winter zurückblicken: Sind Sie zufrieden, wie die Saison gelaufen ist?

Objektiv betrachtet, darf ich sicher zufrieden sein mit meiner Entwicklung. Ich bin im Team Hefti untergekommen und habe bei diesem erfahrenen Piloten sehr viel gelernt.

Als Anschieber bei Hefti hatten Sie wohl mit mehr Weltcup-Starts gerechnet.

Ich bin dreimal im Vierer- und einmal im Zweierbob im Weltcup eingesetzt worden. Mit dem Start im Zweierbob durfte ich sicher nicht rechnen. Insgesamt ist es zwar im Weltcup nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber ich bin erst 23-jährig, das ist im Bobsport sehr jung – und ich war, bzw. bin sehr nahe dran an der Olympia-Qualifikation.

Dann bleiben Sie also im Bobsport – und kehren der Leichtathletik den Rücken?

Ich werde im Sommer auch wieder als Leichtathlet antreten, aber mehr zum Plausch – etwa am Gesa-Cup. Als Leistungssportler konzentriere ich mich auf Bob. Hier kann ich mehr erreichen als in der Leichtathletik – auch internationale Starts und gar Erfolge sind möglich.

Unmöglich ist das auch in der Leichtathletik nicht.

Aber unrealistisch: Um mich etwa im Dreisprung für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren, müsste ich bis auf wenige Zentimeter so weit springen wie die Weltbesten. Im Bob kann ich dagegen viel erreichen, wenn ich weiter hart trainiere.

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