Blutend auf den Gleisen

AU. Am Mittwochmorgen hat die St. Galler Kantonspolizei einen 15-Jährigen aufgegriffen, der den Gleisen zwischen Au und St. Margrethen entlang gestolpert war. Die Polizisten konnten den Jugendlichen kurz nach acht Uhr anhalten. Er war blutüberströmt und musste am Ellbogen genäht werden.

Drucken
Teilen

AU. Am Mittwochmorgen hat die St. Galler Kantonspolizei einen 15-Jährigen aufgegriffen, der den Gleisen zwischen Au und St. Margrethen entlang gestolpert war. Die Polizisten konnten den Jugendlichen kurz nach acht Uhr anhalten. Er war blutüberströmt und musste am Ellbogen genäht werden.

Der Fall des jungen Mannes entpuppte sich als kompliziert und aufwendig, wie Polizeisprecher Hanspeter Krüsi gestern verriet. Der 15-Jährige und vier weitere junge Burschen sind aus verschiedenen Heimen und Institutionen in den Kantonen Aargau und Solothurn abgehauen. Am Dienstag trafen sie sich in einer Wohnung in Au bei einem 18-Jährigen, dessen Eltern verreist sind. Die sechs jungen Leute tranken Alkohol und konsumierten laut Hanspeter Krüsi Drogen. Im Verlauf der Nacht kam es zu einem Streit zwischen dem 15-Jährigen und einem der anderen Jugendlichen. Der 15-Jährige stürmte aus dem Haus und ging zu Fuss in Richtung St. Margrethen. Wie er sich die Verletzung zugezogen hat, weiss die Polizei noch nicht.

Gegen acht Uhr am Mittwoch fiel der Jugendliche Passanten auf, weil er auf den Gleisen zwischen dem Binnenkanal und der 80er-Strecke von Au nach St. Margrethen ging. Er wirkte verwirrt und blutete stark. Die alarmierte Polizei nahm den Jugendlichen in Gewahrsam. Die übrigen vier entflohenen jungen Männer hielten sich nicht mehr in der Auer Wohnung auf, als die Polizei eintraf. Laut Krüsi konnten sie aber alle bis am Mittag festgenommen werden. (rü)

Aktuelle Nachrichten