Blütenträume im Sommerbeet

Neben den Pastelltönen des Phlox und dem Gelborange der Sonnenbraut dominieren jetzt die Farben der Astern in den Blumenrabatten. Eigentlich schon seit Ende Juli ziehen die blauen, rosa und violetten Töne der Bergastern alle Aufmerksamkeit auf sich.

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Neben den Pastelltönen des Phlox und dem Gelborange der Sonnenbraut dominieren jetzt die Farben der Astern in den Blumenrabatten. Eigentlich schon seit Ende Juli ziehen die blauen, rosa und violetten Töne der Bergastern alle Aufmerksamkeit auf sich. Gelegentlich muss man den Eindruck gewinnen, dass ihre königliche Hoheit Rose im sommerlichen Blütengarten ihre Vorrangstelle verlieren könnte, doch erfahrene, kreative Gärtner wissen: Blütenstauden, Gräser und Rosen lassen sich hervorragend miteinander kombinieren.

Diese Kultur, Blumenrabatten gleichsam zu inszenieren, bezeichnen die Engländer als «mixed border», was man mit «gemischte Blumenrabatte» übersetzen könnte. Gleichgültig, ob Sie die Farben behutsam Ton in Ton miteinander abstimmen oder eine rustikale Zusammenstellung bevorzugen, blühende Pflanzen üben auf uns Menschen immer eine besondere Faszination aus. Übrigens, wie Phlox und Sonnenbraut, stammen auch die meisten Asternarten aus Nordamerika. Erst vor etwa 100 Jahren gelang den Astern ihr grosser Durchbruch in den Bauerngärten und in den Parkanlagen. Im Wort Aster steckt das Wort Stern, und daher ist es nicht verwunderlich, wenn wir in alten Gartenbüchern noch den Namen Sternkraut finden.

Maler waren beeindruckt

Die Züchter haben sich in den letzten Jahrzehnten besonders angestrengt, und so finden wir heute eine ganze Palette von Frühlings-, Sommer- und Herbstastern. Übrigens, von den leuchtenden Farben der Astern waren schon Monet, Nolde und van Gogh beeindruckt.

Alle Astern haben etwas gemeinsam: Sie bevorzugen einen luftigen, sonnigen Standort. Wenn Astern von anderen Pflanzen gleichsam bedrängt werden, werden sie anfällig für Pilzerkrankungen. Der ideale Boden für Astern ist feucht, etwas lehmig und humos. Stauende Nässe tolerieren Astern nicht. Spätestens nach fünf Jahren teilt man die Pflanzen und setzt sie in einen frisch gedüngten und mit Kompost angereicherten Boden. Letztlich fördert diese Verjüngung die Vitalität der Pflanzen. Jetzt im Sommer, wenn der Boden warm ist, werden Astern optimal anwachsen und Blütenträume im Sommerbeet werden wahr.

Fragen an Herbert Geringer: Freitagvormittag, 8.15 bis 9.05 Uhr, Publikumsservice, ORF, Telefon 0043 5572 51 000

Die Kultur, Blumenrabatten gleichsam zu inszenieren, bezeichnen die Engländer als «mixed border». (Bild: pd)

Die Kultur, Blumenrabatten gleichsam zu inszenieren, bezeichnen die Engländer als «mixed border». (Bild: pd)