Blöchlinger und vor allem Vitzthum vom Startcrash betroffen

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Mountainbike Eine Massenkarambolage gehört im Männer-Weltcup der U23 schon fast zum Programm. Das liegt am überdimensionierten Feld (in Lenzerheide waren es 140 Fahrer) und auch daran, dass nicht alle Konkurrenten das technische Vermögen eines Weltcupfahrers besitzen.

In Lenzerheide gehörten sowohl Simon Vitzthum (Rheineck) als auch Noah Blöchlinger (Heiden) zu den Leidtragenden des Massensturzes. Blöchlinger hatte zwar insofern Glück, dass er nicht zu Boden musste. Aber weil ihm ein Konkurrent gegen den Schuh trat, löste sich die Schnalle auf einer Seite. In der Tech-Zone liess er sich den Schuh ans Pedal tapen: «Aber das Klebeband gab natürlich nicht nach wie eine herkömmliche Schnalle.» So wurde Blöchlinger zwar drittbester Schweizer, war als 32. aber dennoch sehr enttäuscht.

«Ich habe mir in Lenzerheide mehr vorgenommen», sagt der Vorderländer. Selbstkritisch sagt er, das Schnallenproblem hätte ihn während des Rennens nicht beschäftigen sollen. Schliesslich bilanziert Blöchlinger: «Wenn in einem Weltcup einiges nicht stimmt, liegt keine gute Platzierung drin.» Wird er am Sonntag im nationalen Championat wieder drittbester Schweizer, wäre er aber zufrieden. Der BMC-Fischer-Fahrer besticht diese Saison durch Konstanz, bisher hatte er die Plätze 27, 27 und 30 belegt.

Simon Vitzthum musste seine Hoffnung auf den dritten Top-20-Platz der Saison schon nach dem Startcrash begraben; er wurde zu Boden befördert und musste sich zuhinterst einreihen. Wenigstens wurde weder der Bischibiker noch sein Arbeitsgerät ernsthaft versehrt. «Nachher lief es ganz gut», sagt Vitzthum. Trotz ständigem Überholen Rundenzeiten um den 30. Platz bestätigen diese Einschätzung, schliesslich resultierte der 45. Platz. Vitzthums Fazit: «Abhaken und auf die nächsten Rennen hoffen.»

In Lenzerheide starteten auch nicht fixe Weltcupfahrer. Der Kriessner Robin Spiess wurde in der U23 zwei Runden vor Schluss überrundet, er belegt Rang 88. Die Thalerin Eliane Müggler fuhr im Rennen der Frauen auf den 57. Platz. (ys)