Bittere Pleite für Widnau

Zu Hause gegen Aufsteiger Phönix Seen verliert der FC Widnau mit 0:1 (0:1). Damit fällt die Mannschaft von Trainer Rankovic in der Tabelle der 2. Liga inter auf den elften Platz zurück.

Günther Böhler
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Unglücksrabe Benjamin Frei: Beim Gegentreffer machte der Widnauer Goalie keine gute Figur. (Bild: Günther Böhler)

Unglücksrabe Benjamin Frei: Beim Gegentreffer machte der Widnauer Goalie keine gute Figur. (Bild: Günther Böhler)

«Wir haben alles probiert, am Einsatz gibt es nichts zu bemängeln. Die Chancenauswertung war jedoch katastrophal», sagte der enttäuschte Widnau-Coach Misko Rankovic nach der bitteren Heimniederlage. «Leider hat ein individueller Fehler das Spiel entschieden: Der Torhüter hätte beim Gegentor entweder rauskommen oder dann auf der Linie bleiben sollen.» Doch Benjamin Frei konnte sich in der entscheidenden Szene nicht wirklich für eine der zwei Varianten entscheiden. Mit diesem herben Rückschlag ging nicht nur die Miniserie der Widnauer (drei Spiele unbesiegt) zu Ende, sondern man rutschte auch in der Rangliste ordentlich zurück.

Anfangsphase verpennt

Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen aus Winterthur, immer wieder tauchte der schnelle Andreas Hofstetter gefährlich vor FCW-Keeper Frei auf. Doch erst ein Güntensperger-Kopfball in der zwölften Minute – Phönix servierte bereits die fünfte Ecke – war der endgültige Weckruf für die Hausherren. In Minute 21 wurde dann auch die erste Chance verbucht. Nach energischem Einsatz von Arton Thaqi kullerte ein Pressball in Richtung des leeren Gäste-Tores, Güntensperger klärte jedoch knapp vor der Linie. Zwei Minuten später fasste sich Angelo Grecuccio ein Herz, doch Phönix-Goalie Alessandro Arlotta blieb Sieger. Der Aufsteiger hingegen verlegte sich schon früh auf Konter, der Hofsteiger-Abschluss (30.) nach einem Alleingang landete allerdings knapp daneben. Apropos knapp: In der 34. Minute verpasste Grecuccio eine ideale Lukic-Vorlage um Zentimeter. Das hätte der Führungstreffer sein können. Dieser fiel allerdings wenig später auf der Gegenseite: Yannic Kälin servierte einen Freistoss aus der eigenen Spielhälfte in den Strafraum, und Denny Huber (38.) erzielte mit dem Hinterkopf das 1:0. Frei war bei diesem Gegentreffer einfach zu unentschlossen.

Kaum ein Durchkommen

Kurz nach dem Wechsel standen gleich beide Torhüter im Mittelpunkt. Arlotta verhinderte mit einer Fussabwehr den möglichen Ausgleich von Grecuccio (48.) und praktisch im Gegenzug konnte sich Frei im Duell gegen den allein anstürmenden Hofstetter (49.) auszeichnen. Danach spielten aber nur noch die Rankovic-Schützlinge. Allerdings gab es kaum ein Durchkommen gegen die dicht gestaffelte Phönix-Abwehr. Die Widnauer agierten im Abschluss zu kompliziert und zudem hatte man – Thaqi (65.), Irisme (72.) – das Visier zu hoch eingestellt.

Auswärtsstarke Phönix-Kicker

Und auch in einer druckvollen Schlussviertelstunde kam der letzte entscheidende Pass nie an. Am Ende hatte man den Eindruck, dass dem FC Widnau gestern, egal wie lange man noch gespielt hätte, kein Tor gelungen wäre. Die clevere Seen-Truppe hingegen bewies, warum sie acht ihrer elf Punkte in der Fremde erobert hat.

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