Bis aufs Präsidium alles klar

BERNECK. Die Resultate von Andreas Zellweger, Heinz Indermaur und Corinne Egli liegen nahe beieinander. Da keiner das absolute Mehr schaffte, kommt es zum zweiten Wahlgang. Die Gruppierung Dorf und Umwelt schafft mit Jakob Federer-Aepli erstmals den Einzug in den Gemeinderat.

Maya Schmid-Egert
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Kleine Gruppierung, grosse Freude: Jakob Federer-Aepli (rechts) stösst mit Irene Gubelmann (Mitte) und DU-Präsident Karl Schwendener an. (Bild: Maya Schmid-Egert)

Kleine Gruppierung, grosse Freude: Jakob Federer-Aepli (rechts) stösst mit Irene Gubelmann (Mitte) und DU-Präsident Karl Schwendener an. (Bild: Maya Schmid-Egert)

Die Wahlen in Berneck gestalteten sich absehbar, fanden doch bis aufs Präsidium keine Kampfwahlen statt. Für den nach zwanzig Jahren Amtszeit Ende Jahr in die Pension tretenden Jakob Schegg konnte gestern noch keine Nachfolge gefunden werden. Alle vom überparteilichen Komitee vorgeschlagenen Kandidaten verpassten das absolute Mehr von 687 Stimmen. Das beste Resultat erzielte FDP-Kandidat Andreas Zellweger. Er erhielt 495 Stimmen, dicht gefolgt von CVP-Kandidat Heinz Indermaur mit 447 Stimmen. Für beide ist klar, dass sie am 4. November wieder antreten wollen. Beide sagen unisono: «Das gute Resultat verpflichtet.» FDP-Präsident Marcel Manser zieht den Vergleich zum Sport: «Wir stehen in der Pole-Position, was uns natürlich sehr freut.» Dennoch zeige eine erste Analyse, dass noch ein Effort unternommen werden müsse. «Vor allem müssen wir dazu motivieren, dass die Wähler nochmals wählen gehen werden», so Marcel Manser.

Ob Corinne Egli sich nochmals zur Verfügung stellen wird, ist fraglich. «Ich will es mir gründlich überlegen», sagte sie gestern am Telefon. Zufrieden ist sie dennoch. Mit 387 erhaltenen Stimmen erreichte die Parteilose zwar das schwächste Resultat, freut sich aber dennoch, dass die Ergebnisse nah beieinanderliegen.

DU erhält zwei Sitze

Eigentlicher Sieger ist die Gruppierung Dorf und Umwelt (DU). Sie erzielte zum ersten Mal einen Sitz im Gemeinderat. Jakob Federer-Aepli erlangte mit 793 Stimmen zwar das schwächste Resultat, darf sich bei einem absoluten Mehr von 650 Stimmen aber als deutlich gewählt betrachten. Für ihn stellt seine Wahl «das Ergebnis einer konstruktiven, jahrelangen Präsenz im Dorf und somit eine Personenwahl» dar.

Als «schönes Geschenk zum 20-jährigen Bestehen» beurteilt DU-Präsident Karl Schwendener den Einzug in den Gemeinderat, aber auch die Wahl von DU-Kandidatin Irene Gubelmann in den OMR-Schulrat. In den Gemeinderat ebenfalls gewählt wurde FDP-Kandidat Markus Dierauer. Er machte 188 Stimmen mehr als Federer-Aepli und damit das drittbeste Resultat.

Die neue Schulratspräsidentin heisst Annemarie Keel-Grüninger. Als alleinige Kandidatin war ihre Wahl unbestritten. Mit 708 Stimmen (beim einem absoluten Mehr von 424) darf auch sie sich über ein deutliches Resultat freuen.

In den von sieben auf fünf Sitze verkleinerten Schulrat wird neu auch die parteilose Anita Fitze Einsitz nehmen. Bei einem absoluten Mehr von 486 Stimmen erzielte sie mit 790 zwar das schwächste, aber noch immer hoch erfreuliche Resultat.

Ganz erneuert wurde die GPK der Gemeinde. Alle Kandidaten holten Glanzresultate.

Neu im Schulrat: Primarlehrerin Anita Fitze.

Neu im Schulrat: Primarlehrerin Anita Fitze.

Neue Schulratspräsidentin: Annemarie Keel-Grüninger.

Neue Schulratspräsidentin: Annemarie Keel-Grüninger.

Neu im Gemeinderat: Markus Dierauer.

Neu im Gemeinderat: Markus Dierauer.