Biodiversität vor der Haustüre

altenrhein. Am 17. Mai führten der Biologe Josef Zoller und der Landwirt Josef Keel interessierte Besucher durch ausgesuchte Gebiete Altenrheins. Dieser Thaler Dorfteil hat, besonders was Tiere und Pflanzen anbetrifft, schweizweit überdurchschnittliches zu bieten.

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Josef Keel, Monika Bötschi, Ruedi Anhorn und einige Kinder hören dem Biologen Josef Zoller aufmerksam zu. (Bild: GB)

Josef Keel, Monika Bötschi, Ruedi Anhorn und einige Kinder hören dem Biologen Josef Zoller aufmerksam zu. (Bild: GB)

altenrhein. Am 17. Mai führten der Biologe Josef Zoller und der Landwirt Josef Keel interessierte Besucher durch ausgesuchte Gebiete Altenrheins. Dieser Thaler Dorfteil hat, besonders was Tiere und Pflanzen anbetrifft, schweizweit überdurchschnittliches zu bieten. Den Anfang dieser zweistündigen Exkursion (ohne einen einzigen Regentropfen!) machte Landwirt Keel, der zwischen dem Damm und dem See eine grössere Wiesenfläche nur noch extensiv bewirtschaftet und zahlreiche Zwetschgenbäume gepflanzt hat.

Die Überführung einer ehemaligen Grüngutdeponie in ein Feuchtbiotop erwies sich allerdings als recht aufwendig. Dank finanzieller Unterstützung (u.a. durch die Ortsgemeinde Altenrhein, die Politische Gemeinde Thal und den Naturschutzverein Am Alten Rhein) konnte das Projekt dennoch realisiert werden. Heute zeigen sich dieses Gebiet und der neu angelegte Weiher in einem erfreulichen Zustand.

Der Biologe Josef Zoller präsentierte in gewohnt souveräner Art verschiedenste Tiere wie Amphibien, Schnecken und Libellen, was nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die neugierigen Kinder besonders faszinierte. In einer Holzscheiterbeige waren überraschenderweise kleine grüne Laubfrösche zu entdecken, die es sich dort bequem gemacht hatten. Im Flachmoor waren verschiedene Knabenkräuter zu sehen. Im Schilf sang der Drosselrohrsänger sein lautes Karre-karre-kitt-kitt.

Auch blühten schon einige wenige Schwertlilien, die mit ihrem prächtigen Gelb und Blau bald einmal jeden Besucher erfreuen werden.

Punkt 21 Uhr ging diese lehrreiche Exkursion mit dem Ruf des Kuckucks und dem noch zögerlichen Knarren der Laubfrösche beim neu erstellten Weiher der Ortsgemeinde zu Ende. (pd)