Bildungsstrategie hat sich bewährt

OBERRIET. Bei der Firma Jansen in Oberriet konnten gestern Vormittag 15 Lernende aus sechs Berufsrichtungen das Fähigkeitszeugnis in Empfang nehmen. Etwa 60 Personen nahmen an der Diplomfeier teil.

Kurt Latzer
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Sie haben Grund zum Feiern, von links: Seraya Takahashi (Informatiker, Note 5,1), Severin Hutter, Sandro Hess, Franziska Hasler (Note 5,1), Monica Olivera, Angela Pfister, Raphael Zäch (Kauffrau/Kaufmann), Paul Lüchinger, Leiter Berufsbildung der Firma Jansen, Manuel Dietsche (Note 5,2), Markus Wüst (Konstrukteur, Note 5,5), Manuel Frei (Kunststofftechnologe, Note 5,6), Christian Bont (Logistiker), Luca Baumgartner, Michael Dietsche (Note 5,3), Patrick Marquart und Reto Schiefer (Polymechaniker). (Bild: Kurt Latzer)

Sie haben Grund zum Feiern, von links: Seraya Takahashi (Informatiker, Note 5,1), Severin Hutter, Sandro Hess, Franziska Hasler (Note 5,1), Monica Olivera, Angela Pfister, Raphael Zäch (Kauffrau/Kaufmann), Paul Lüchinger, Leiter Berufsbildung der Firma Jansen, Manuel Dietsche (Note 5,2), Markus Wüst (Konstrukteur, Note 5,5), Manuel Frei (Kunststofftechnologe, Note 5,6), Christian Bont (Logistiker), Luca Baumgartner, Michael Dietsche (Note 5,3), Patrick Marquart und Reto Schiefer (Polymechaniker). (Bild: Kurt Latzer)

Oberriet. Von den 15 Lehrabgängern schlossen fünf ihre Ausbildung mit Berufsmatura ab. Sechs von ihnen erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 5,2 und 5,6. Der Gesamt-Notendurchschnitt liegt bei 5,01. Dementsprechend zufrieden zeigten sich gestern Vormittag die Berufsbildner sowie die Geschäftsleitung der Firma Jansen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Fäaschtbänklern.

514 Lernende ausgebildet

Nach der Begrüssung der Diplomanden und Eltern informierte Christoph Jansen über die Berufsbildung aus Sicht des Unternehmens. «Insgesamt wurden bei uns bisher 514 Lernende in acht EFZ-Lehrberufen (Eidg. Fähigkeitszeugnis) und einem EBA- Lehrberuf (Eidg. Berufsattest) ausgebildet», sagte Jansen. Auch was die Weiterbeschäftigung im Unternehmen anbelange, habe Jansen eine hohe Quote. 2004 bis 2010 seien 50 Prozent der Lehrabgänger weiterbeschäftigt worden. 107 Mitarbeitende (16 Prozent der Belegschaft) habe die Lehre bei Jansen abgeschlossen.

Für Berufslehre motivieren

Der gute Notendurchschnitt, den die Diplomanden diesmal erreichten, sei ein Stück weit auf eine gute Auswahl bei der Rekrutierung von Lernenden zurückzuführen. Zurücklehnen aber könne man sich heute dabei nicht mehr. «Unternehmen sehen sich heutzutage mit verschiedensten Herausforderungen konfrontiert», sagte Christoph Jansen. Dazu gehören unter anderem die Anziehungskraft der Mittelschulen, die demographische Entwicklung, der Kampf um Talente sowie ein steigender Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden.

«Diese Herausforderungen nehmen wir bei Jansen an, motivieren und bewegen junge Menschen zu einer Berufslehre», betonte Jansen. Unter dem Titel «Chance Industrie» versuche man die Industrie ins richtige Licht zu rücken, man führe gemeinsam mit 17 Rheintaler Firmen eine Imagekampagne, setze den Fokus auf Frauen in Industrieberufen und auf Attestlehren EBA.

Weitere Punkte, die bei der Rekrutierung des Fachkräfte-Nachwuchses zu berücksichtigen seien: Förderung des dualen Bildungsweges, konsequente Umsetzung der Aus- und Weiterbildung, interne Nachwuchsförderung, Imagekampagne an der Rheintalmesse Rhema. Als weitere Ziele nannte Christoph Jansen den Aufbau einer Jansen-Academy. Das Zukunftsmodell soll die Basisausbildung und Weiterbildung (beides intern und extern) ebenso beinhalten wie Partner- und Kundenschulungen, Kooperation mit Bildungs- sowie Wissens-Partnern und einigem mehr. «Wir wollen ein erfolgreiches Unternehmen mit glücklichen, motivierten und zufriedenen Mitarbeitenden sein», sagte Christoph Jansen am Schluss seiner Ansprache. Er gratulierte den frischgebackenen Berufsleuten zu ihrem Erfolg.

Anschliessend konnten die Diplomanden von Paul Lüchinger, Leiter Berufsbildung, ihren Fähigkeitsausweis in Empfang nehmen.