Bildmaterial wird digitalisiert

ALTSTÄTTEN. An der Mitgliederversammlung der Museumsgesellschaft wurde auf ein Jahr mit zahlreichen Projekten, zum Beispiel die Ferdinand-Gehr-Ausstellung, zurückgeblickt. Das grösste Projekt zurzeit ist die Digitalisierung des Bildmaterials.

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Hinter den Mauern des Museums geht etwas. (Bild: pd)

Hinter den Mauern des Museums geht etwas. (Bild: pd)

Am Donnerstag vor Pfingsten trafen sich die Mitglieder der Museumsgesellschaft Altstätten im Göttersaal der Prestegg zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2015. Präsident Paul-Josef Hangartner konnte auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken.

Der im Frühling 2014 angebotene Kurs «Alte Schriften lesen» habe grossen Anklang gefunden, so Hangartner. Die Teilnehmer seien begeistert gewesen und hätten sich gefreut, dank fachkundiger Anleitung von Stefan Sonderegger, Archivar der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, alte Schriften lesen zu lernen.

Der Höhepunkt des Vereinsjahrs war die von August bis Oktober 2014 dauernde Sonderausstellung über den einheimischen Künstler Ferdinand Gehr. Dem Historiker Werner Kuster sei es gelungen, das Schaffen und Leben von Gehr im Kulturraum des Jung Rhy repräsentativ darzustellen, lobte Hangartner. Ganz im Zeichen Gehrs stand auch der Jahresausflug der Museumsgesellschaft, der im September zu öffentlichen Werken des Künstlers in der Umgebung der Stadt St. Gallen führte. Die Sonderausstellung dürfe als sehr grossen Erfolg gewertet werden, resümierte Hangartner. Das spiegelte sich auch in der Jahresrechnung wieder: Trotz der grossen finanziellen Mittel, die die Ausstellung forderte, konnte eine ausgeglichene Rechnung vorgelegt werden.

Waffen wurden restauriert

Custos Thomas Stadler informierte in seinem Jahresrückblick über die wichtigsten Ereignisse im und um das Schloss Prestegg. So wurden im vergangenen Jahr neun historische Gewehre fachmännisch repariert und restauriert und wieder im Waffensaal ausgestellt. Im Herbst konnte der Aushub des Gewölbekellers des Lusthäuschens dank des grossen Einsatzes von Asylsuchenden aus dem Empfangs- und Verfahrenszentrum Altstätten abgeschlossen werden. Kurz vor Saisonende fiel der Startschuss für das Detektivspiel «Abenteuer im Schloss Prestegg», bei dem Kinder das Geheimnis um die einstigen Bewohner der Prestegg aufdecken konnten. Und im November schliesslich lud die Museumsgesellschaft zum traditionellen Göttersaal-Konzert, bei dem das Trio Anderscht zahlreiche Musikfreunde begeisterte.

Digitalisierung Bildmaterial

In seinem Ausblick auf das laufende Vereinsjahr erwähnte Hangartner als grösstes Projekt die Digitalisierung und Inventarisierung des Bildmaterials: Bilder, Karten, Fotografien, Glasplatten und Stiche werden digital erfasst und in hoher Auflösung in einer museumsüblichen Datenbank gespeichert. Der Vorstand wird sich ausserdem mit der Weiterentwicklung des regionalen Museums beschäftigen. Für alle Interessierten organisiert die Museumsgesellschaft zudem verschiedene Anlässe, wie ein Ausflug zum Schauplatz der Schlacht am Morgarten, das traditionelle Göttersaalkonzert und ein Kurs zum Thema «Familienforschung».

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung referierte Philipp Lenz, wissenschaftlicher Mitarbeiter Stiftsbibliothek St. Gallen, zum Thema «Die Welt des mittelalterlichen Buches». Die interessanten Ausführungen zur Bedeutung und Geschichte der Sammlung der mittelalterlichen Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen wurden mit vielen eindrücklichen Beispielen unterlegt.

Weitere Infos unter www.mu seum-altstaetten.ch. (pd)