«Bezugstermin wird eingehalten»

Auf der «Rössli»-Baustelle in Widnau arbeiten jetzt Rheintaler Bauunternehmen. Die Baustelle hatte Schlagzeilen gemacht, weil unter Tarif bezahlte polnische Arbeiter beschäftigt wurden. Christoph Gautschi erörtert, wie es jetzt läuft.

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An der Überbauung Rössliplatz im Widnauer Zentrum arbeiten jetzt in Arbeitsgemeinschaft die Rheintaler Baumeister-Unternehmen Gautschi, Niederer, Büchel und Vetsch. (Bild: René Schneider)

An der Überbauung Rössliplatz im Widnauer Zentrum arbeiten jetzt in Arbeitsgemeinschaft die Rheintaler Baumeister-Unternehmen Gautschi, Niederer, Büchel und Vetsch. (Bild: René Schneider)

Christoph Gautschi, wie läuft es auf der «Rössli»-Baustelle in Widnau?

Christoph Gautschi: Es läuft aktuell tadellos.

Freuten Sie und Ihre Partner sich über das gemeinsame Erbe?

Gautschi: Wir freuen uns über jeden Auftrag, den wir bekommen.

Wie konnten Sie diese zusätzliche und relativ grosse Baustelle in Ihre Planung und Ihr Arbeitsprogramm integrieren?

Gautschi: Das war nicht ganz einfach, weil wir sehr kurzfristig einspringen mussten. Weil aber vieles gegeben und vorbereitet war, was wir übernahmen, und weil wir mehrere Firmen sind, liess sich die Baustelle mit etwas Aufwand und Organisation mit relativ wenig Personal pro Firma in unser Pensum integrieren.

Hatten Sie vor Baubeginn offeriert gehabt auf die Ausschreibung?

Gautschi: Ja, klar, aber wir bekamen den Auftrag nicht, damals.

Wussten Sie, wie günstig die anderen offeriert hatten und warum sie so günstig offerieren konnten?

Gautschi: Nein. Davon wussten wir nichts. Wir erfuhren durch die Medien und lasen dann wie die übrige Öffentlichkeit in den Zeitungen, was auf jener Baustelle vorging. Ich denke, nicht mal die Projektfabrik als Generalunternehmerin wusste, dass der Baumeister dort Bauarbeiter weit unter den Tariflöhnen beschäftigt. Sonst hätte sie den Auftrag bestimmt nicht an diesen Baumeister vergeben.

Trafen Ihre Leute wenigstens gerade Wände an? Stimmte die Qualität?

Gautschi: Das ist nicht einfach zu beantworten, weil der jetzt abgezogene Baumeister ja nicht alles allein gemacht hat. Vieles war gegeben, etwa durch die genau vorfabrizierten Beton-Elemente von SAW in Widnau war Massgenauigkeit gegeben. Man kann nicht sagen, dass die Qualität nicht stimmte.

Wie wird es sein bei allfälligen Garantie-Ansprüchen, wenn die Rheintaler Baumeister jetzt zu Ende bauen, was Auswärtige begonnen haben?

Gautschi: Das ist geregelt und am Bau abgegrenzt worden. Es wird nicht einfach sein. Wir werden aber für das geradestehen, was wir gemacht haben.

Haben Sie schon einen ähnlichen Fall erlebt? Dass Sie eine von anderen angefangene Baustelle übernommen haben?

Gautschi: Ich glaube nicht. Ich kann mich jedenfalls nicht an einen solchen Auftrag erinnern.

Werden Sie und Ihre Partner den vorgegebenen Bau- und Terminplan einhalten können?

Gautschi: Ja. Das werden wir schaffen. Mit Verzögerungen in Teilen, vielleicht, aber der Bezugstermin wird voraussichtlich eingehalten werden können.

Interview: René Schneider