Bewilligungen auf Vorrat

Die Ortsgemeinde Kriessern will weitere Flächen im Riet aufwerten. Für Bodenverbesserungen im Gebiet Brühl hat der Ortsverwaltungsrat das Bewilligungsverfahren eingeleitet.

Kurt Latzer
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Sobald geeignetes Material zur Verfügung steht, sollen weitere Rietflächen aufgefüllt werden, wie etwa im Gebiet Brühl in Kriessern. (Bild: Kurt Latzer)

Sobald geeignetes Material zur Verfügung steht, sollen weitere Rietflächen aufgefüllt werden, wie etwa im Gebiet Brühl in Kriessern. (Bild: Kurt Latzer)

KRIESSERN. Nachdem die ersten Bodenverbesserungen im Kriessner Riet erfolgreich abgeschlossen werden konnten, will die Ortsgemeinde weitere, in Richtung Grundwasserspiegel absinkende Flächen auffüllen.

Aufwerten statt entsorgen

Dank des Pilotprojektes konnte vergangenen Sommer der Aushub der Grossbaustelle auf der Schützenwiese auf Flächen entlang der Kriessnerstrasse ausgebracht werden. Deponieflächen sind nicht nur im St. Galler Rheintal knapp, sondern im ganzen Kanton St. Gallen. Zum Teil wurde deshalb sauberes Erdreich aus dem Rheintal sogar ins Ausland transportiert. Um dies zu verhindern, will die Ortsgemeinde Kriessern nun Bewilligungen für mehrere Parzellen im Riet haben.

Rechtzeitig parat sein

Ortsgemeindepräsident Markus Lüchinger: «Wir tun dies, damit wir parat sind, sobald Material von Grossbaustellen, aus dem Rhein oder dem Binnenkanal anfällt.» Die Einsprachefrist für das Projekt «Bodenverbesserung Brühl» ist am 23. Dezember abgelaufen.

Gegen das Vorhaben hat es keine Einsprachen gegeben, weshalb Lüchinger zuversichtlich ist, die Bewilligung zu bekommen.

Durch Ökobüro begleitet

Mit den Bodenverbesserungen schlagen die Ortsgemeinden zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits wird dringend benötigtes Kulturland erhalten, andererseits die Deponien nicht unnötig belastet.

Wer da aber denkt, man könne auf einfache Weise Aushubmaterial loswerden, der irrt sich. «Egal, welches Erdreich: Alles muss vor dem Ausbringen untersucht werden», sagt Markus Lüchinger.

Vom Aushub bis zum Ausbringen auf die Wiesen oder Felder werde alles kontrolliert, das Projekt durch ein Ökobüro begleitet. Letztlich muss auch das Wetter mitspielen. Das haben vergangenes Jahr die Ortsgemeinden Lüchingen und Marbach zu spüren bekommen. Deren Bodenverbesserung im Isenriet kann erst in diesem Jahr abgeschlossen werden, weil der Herbst zu nass war.