Bewährungsprobe bestanden

Anfang Juli hatte Monika Ammann an der Senioren-WM im Sprint-OL Gold gewonnen. Am letzten Wochenende siegte sie beim ersten Wettkampf seit ihrem grossen Erfolg wieder.

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Monika Ammann gewinnt nach dem WM-Titel auch den Sprint-OL von Innsbruck. (Bild: ma)

Monika Ammann gewinnt nach dem WM-Titel auch den Sprint-OL von Innsbruck. (Bild: ma)

ORIENTIERUNGSLAUF. Die nächste grosse Herausforderung ist die Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL vom 9. September in Zofingen. Letzten Freitagabend fand im Rahmen des 3-Tage-OL TYROL in Innsbruck ein Sprint-OL statt. Die Berneckerin Monika Ammann hatte diese Veranstaltung in der Region Wipptal schon länger als Vorbereitung auf die Herbstsaison eingeplant. Mit Blick auf ihren Erfolg an der Senioren-WM wollte sie vor allem im Sprint überzeugen. Ihre Erwartungen bei den Etappen zwei und drei waren bewusst weniger hoch.

Doppelsieg im Sprint

An der WM im Harz in Deutschland hatte sich die Seniorin im entscheidenden Final gegen 80 Mitkonkurrentinnen durchsetzen müssen. Das Feld in Innsbruck war wesentlich kleiner. An der Ausgangslage änderte sich deshalb aber nichts.

Wie damals in Goslar war es wichtig, beim Start sofort das richtige Gefühl für die Karte und das Gelände zu bekommen. Der Einstieg gelang Monika Ammann diesmal nicht optimal. Zum ersten Posten brauchte sie 26 Sekunden länger als die spätere Zweitrangierte. Nachher lief sie aber praktisch fehlerfrei und siegte in der Altersklasse D50 schliesslich mit 22 Sekunden Vorsprung.

Auch Ehemann Mario Ammann war erfolgreich. Er setzte sich mit vier Sekunden Vorsprung an die Spitze der Kategorie H55. 800 Orientierungsläufer aus über 20 Ländern wagten sich am Samstag in das sehr schwierige Bergsturzgebiet am westlich des Wipptales gelegenen Obernbergersee.

Überraschender Gesamtsieg

Viele Felsbrocken, Mulden und Senken, dazu dichter Bodenbewuchs stellten eine grosse Herausforderung dar. Monika Ammann büsste bei zwei von 14 Posten recht viel Zeit ein. Den anderen Seniorinnen ging es aber im schwierigen Gelände nicht viel besser, so dass sich der Rückstand auf die Tagesbesten in Grenzen hielt.

In der Schlussetappe vom Sonntag meisterte sie die Aufgabe, nicht zuletzt dank ihrer konditionellen Verfassung, am besten. Mit einem weiteren Tagessieg entschied sie überraschend auch die Gesamtwertung für sich. Mario Ammann wurde mit den Tagesrängen drei und zwei in der Endabrechnung Zweiter.

Marbach, Rheineck, Zofingen

Am kommenden Sonntag findet in Sissach die Schweizer Meisterschaft im Langdistanz-OL statt. Am 9. September fällt in Zofingen die Entscheidung im Sprint-OL. Für Monika und Mario Ammann sind die Erfolgschancen im Sprint-OL grösser. Monika Ammann möchte dort als Weltmeisterin zumindest einen Podestrang erreichen.

Als Vorbereitung dazu dienen auch die verbleibenden Abendläufe des Rheintaler OL-Cups. Nach der Sommerpause folgt am 22. August der Dorf-OL von Marbach und schliesslich am 5. September als Finale der Rheinecker Städtli-OL. Weitere Informationen dazu findet man unter www.olgsga.ch. (ma)