Betrüger sammeln Geld mit gefälschten Formularen

Die Kantonspolizei St. Gallen hat kürzlich im Pizolpark vier Rumänen erwischt, die Geld für ein Taubstummen- und Behindertenheim sammelten, das gar nicht existiert. Auf einem selbst erstellten Formular konnten sich Interessierte eintragen und einen frei wählbaren Betrag spenden.

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Die Kantonspolizei St. Gallen hat kürzlich im Pizolpark vier Rumänen erwischt, die Geld für ein Taubstummen- und Behindertenheim sammelten, das gar nicht existiert. Auf einem selbst erstellten Formular konnten sich Interessierte eintragen und einen frei wählbaren Betrag spenden. Bei der Polizeikontrolle trugen die Männer mehrere hundert Franken auf sich.

Für die Familien gesammelt

«Die Männer zerrissen die ausgefüllten Formulare, als sich die Patrouille näherte. Deshalb wissen wir nicht, wie viel vom Geld, das sie auf sich trugen, aus der Sammelaktion stammt» erklärt Hanspeter Krüsi, Chef Mediendienst der Kantonspolizei. Jedenfalls gaben die Männer bei der Befragung zu, dass das auf dem Formular erwähnte Heim gar nicht existiere und sie das Geld für ihre Familien sammelten. Die Männer, die nach eigenen Angaben in Frankreich leben, mussten laut Krüsi 160 Franken hinterlegen.

Den Rest des Geldes konnten sie behalten, weil nicht nachzuweisen ist, wie viel davon von den Spendern stammt. Die Männer werden wegen Bettelei und eventuellen Betrugs verzeigt.

Die Polizei warnt

«Leider stellen wir eine Zunahme von dubiosen Geschäften auf der Strasse fest», sagt Hanspeter Krüsi weiter. Die Polizei warnt vor solchen Sammlungen und bittet darum, bei Feststellung entsprechender Personen die Polizei zu kontaktieren. (dwa/red.)