Beste Innendekorateurin

KRIESSERN. An der Berufsmeisterschaft der Innendekorateure wurde Miriam Kurmann Erste. Sie absolviert die Lehre bei Hutter Innendekor in Kriessern. Bereits im Januar wird sie nun an der Europameisterschaft in Hannover teilnehmen.

Max Tinner
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Auch das Polstern historischer Stühle gehört zu Miriam Kurmanns Arbeit. (Bild: Max Tinner)

Auch das Polstern historischer Stühle gehört zu Miriam Kurmanns Arbeit. (Bild: Max Tinner)

Miriam Kurmann ist die zurzeit beste Innendekorateurin der Schweiz. Die Kriessnerin hat im Berufswettkampf der Innendekorateure und Wohntextilgestalter in Selzach (bei Solothurn) Gold in ihrer Berufsgattung geholt. Insgesamt nahmen zwar nur neun Innendekorateure teil (bei den Wohntextilgestaltern waren es sogar nur sechs). «Die Konkurrenz war aber sehr stark», stellt Willy Hutter, Miriam Kurmanns Lehrmeister, fest. Dies ergibt sich schon daraus, dass nur die Besten der jungen Berufsleute antreten. Umso mehr freut er sich über den Erfolg seiner Lehrtochter.

Mehr als verlangt war

Miriam Kurmann hatte eine Ausstellungskoje zu gestalten und sich dabei an verschiedene Vorgaben zu halten. So durfte es nicht allzu bunt werden – Thema war nämlich «monochromes Wohnen». Gefordert war unter anderem eine Wandbespannung mit Stoff, die Montage einer Vorhangschiene und von Vorhängen. Auch Bodenlegerarbeiten waren gefragt, indem ein Fries (eine Umrandung) aus Parkett montiert werden musste, in das wiederum ein Teppich zu verlegen war. Besonders hervorgetan hat sich Miriam Kurmann mit dem Hocker, den sie dazu gestaltete. Dafür verwendete sie nicht nur Stoff, sondern auch Kunstleder und feine Spitze – eine aufwendige Arbeit, die weit über das Verlangte hinaus ging.

Miriam Kurmann ist stolz auf ihre Goldmedaille, gibt sich dabei aber bescheiden: «Die Auszeichnung ist für mich Bestätigung, während der Lehre etwas gelernt zu haben.»

Begeistert vom Beruf

Gewählt hat sie ihren Beruf, «weil er viel Abwechslung bietet und mir grossen kreativen Freiraum bietet». Die Begeisterung für ihren Beruf dürfte viel zu Miriam Kurmanns Erfolg beigetragen haben.

Zugute gekommen sind ihr aber sicherlich auch einige alles andere als alltägliche Arbeiten, die Hutter Innendekor in jüngerer Zeit hat ausführen dürfen, etwa die Erneuerung der textilen Wandverkleidungen im Festsaal der früheren Fürstäbte am Bischofssitz in St. Gallen vor einem Jahr oder erst kürzlich Arbeiten im Chorraum der Klosterkirche Maria Hilf in Altstätten. Von solchen Erfahrungen hat auch Miriam Kurmanns Arbeitskollegin Marina Willi profitiert: Sie hat letztes Jahr die Berufsmeisterschaft der Wohntextilgestalterinnen gewonnen. In ihrem Fall war es sogar der zweite Sieg in Folge.

Nach ihrem Erfolg in Selzach steht Miriam Kurmann bereits vor der nächstem Herausforderung: Im Januar vertritt sie die Schweiz an den Europameisterschaften der Raumausstatter in Hannover. Ausserdem steht nächsten Sommer noch die Lehrabschlussprüfung an. Auch als Beste ihres Berufs kommt sie nicht um diese herum.

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