Bernecker Beizenkönig

Urs Zünd und seine Frau Theresa haben in der St. Galler Ausgabe von «Mini Beiz, dini Beiz» gewonnen. Trotzdem machen sie jetzt erst einmal zwei Monate Ferien.

Claudio Donati
Drucken
Teilen
Nagel einschlagen für die Siegertafel: Charles Martignoni (links) mit dem Wirtepaar Theresa und Urs Zünd. (Bild: Claudio Donati)

Nagel einschlagen für die Siegertafel: Charles Martignoni (links) mit dem Wirtepaar Theresa und Urs Zünd. (Bild: Claudio Donati)

BERNECK. Nach der fünften Sendung am Freitagabend war klar: Das «Büdeli» in Berneck hat «Mini Beiz, dini Beiz» gewonnen. Die kleine Oase im 1674 erbauten Haus lag mit 38 von 40 möglichen Punkten einen Zähler vor dem Landhaus in Rheineck.

Die Freude sei sehr gross gewesen, seine Frau habe sogar ein paar Tränen vergossen, als sie durch Stammgast Charles Martignoni nach dem letzten Drehtag vom hervorragenden Abschneiden ihres Lokals erfahren habe, sagt Wirt Urs Zünd. Er überzeugte die anderen vier Teilnehmer nicht nur mit seinem im offenen Feuer grillierten Rindsfilet und Ribelmais-Polenta, sondern auch mit den Weingläsern, die er in der angegliederten Glasbläserei selbst herstellt. Schon während der Sendung habe das Telefon andauernd geklingelt, verrät Zünd. Es hätten sich auch Leute aus dem Tessin, dem Welschland und aus Zürich gemeldet, die sowohl an den Gläsern als auch an einem Gaumenschmaus im «Büdeli» interessiert seien. Urs und Theresa Zünd werden nun aber statt auf der Erfolgswelle zu reiten wie gewohnt zwei Monate Ferien machen und müssen neugierige Gäste deshalb vertrösten. Am Konzept der Beiz soll sich gemäss dem pensionierten Wirtepaar nichts ändern, man meldet sich fürs Abendessen und speist in einem schönen alten Haus – als wäre es das eigene Wohnzimmer.

Stammgast Charles Martignoni, der für das «Büdeli» an der fünfteiligen Sendereihe mitmachte, freut sich nicht nur über den Sieg seiner Beiz, sondern auch darüber, dass alle Gaststätten über 30 Punkte erhalten haben. Im «Büdeli» aber sei die erreichte Punktzahl eine Bestätigung für das 18-jährige Schaffen. Zudem gab es für das Wirte-Ehepaar und Martignoni einen Gutschein über 1000 Franken. Da sich die fünfköpfige Gruppe der Stammgäste während der Dreharbeiten so gut verstanden hat, werden sie diesen für ein Abendessen im «Büdeli» samt Ehepartnern einsetzen.