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BERNECK: Walzer, Schwan und Heideblümchen

Zum letzten Mal durfte Karl Schwendener, der kurz vor seinem Pensionsantritt stehende Leiter der Musikschule Unteres Rheintal, am frühen Sonntagabend das jährliche Lehrerkonzert präsentieren.
Gerhard Huber
Eingangs spielten die Lehrer der Musikschule Unteres Rheintal ein Stück von Johann Sebastian Bach. (Bilder: Ulrike Huber)

Eingangs spielten die Lehrer der Musikschule Unteres Rheintal ein Stück von Johann Sebastian Bach. (Bilder: Ulrike Huber)

BERNECK. Gleich 16 Lehrerinnen und Lehrer der Musikschule Unteres Rheintal stellten sich am Sonntag in der evangelischen Kirche Berneck der Herausforderung, verschiedenste Werke aus unterschiedlichen Epochen und in verschiedenen Stilen zu interpretieren. Von Klassik über Pop bis zur Volksmusik ging die musikalische Reise, die ein letztes Mal vom scheidenden Musikschulleiter Karl Schwendener präsentiert wurde.

Gelungener Einstieg

Für einen gelungenen Einstieg sorgte ein Ad-hoc-Orchester, das das Brandenburgische Konzert Nr. 3 in G-Dur von Altmeister Johann Sebastian Bach zur Aufführung brachte. Eine Komposition für neun Streicher, darunter drei Violoncellos. Dass mit Marta Kowalska nur ein Violoncello zur Verfügung stand, verleitete Karl Schwendener zu der humorigen Bemerkung, sie «müsse eben für drei Musiker spielen». Michael Neunteufel am Cembalo und Farzad Soltani am Kontrabass ergänzten das Streichensemble mit Barbara Gschwend, Rahel Dömenburg und Clarigna Küng an den Violinen und Walter Tiefenthaler, Karl Schwendener und Lukas Diblik an den Violas.

Romantisch-verspielt

Die stimmungsvollen Bachschen Klänge zogen die Zuhörer sofort in ihren Bann, bereiteten Ohren, Hirn und Herzen für die noch folgenden musikalischen Kleinode vor. Wie auf das romantisch-verspielte Opus «Der Schwan» aus dem «Karneval der Tiere» von Camille Saint-Saëns. Vorgespielt von Clemens Ströhle mit seinem Waldhorn und Elisabeth Ströhle am Klavier. In perfektem harmonischen Einklang. Aber das ist ja von einem musikalisch begabten Geschwisterpaar nicht anders zu erwarten.

Einer der vielen Höhepunkte war dann das Klarinettenspiel von Peter Engl, der seinem Instrument zu den Noten des Stücks «Sholem-alekhem» von Béla Kovács virtuos orientalisch angehauchte Klänge, sanft-schmeichelnde, aber auch kräftig-entschiedene Töne entlockte. Ein Faszinosum wie das begeisternde Spiel von Dario Schmid auf dem Hackbrett.

Seitensprung zur Volksmusik

Nach einem Seitensprung zur Volksmusik durch Patricia Fehr und ihre klassische Gitarre mit der Heideblümchen-Schottisch-Komposition von Hanny Christen und einem weiteren Seitensprung zu einem getragenen Pop-Song für Gesang und Klavier durch Toby Spirig kehrte das Programm wieder zur Klassik zurück. Der junge und äusserst talentierte Pianist Dean Erjavc zeigte mit dem Stück «Vallée d'Obermann» von Franz Liszt sein grosses Können.

Musikalische Melancholie

Diese über zehn Minuten dauernde Komposition über Schuld und Busse, über die Qualen des Begehrens, über die Traurigkeit an sich, ist ein Meisterwerk der musikalischen Melancholie.

Schwierig für die Zuhörer und noch schwieriger für den Interpreten. Dean Erjavc meisterte den schmerzlichen Tonfall des in radikaler Weise monothematisch konzipierten Stücks in grossartiger Art und Weise.

Dario Schmid ist ein Meister des Hackbretts und Mitglied des Schweizer Hackbrett-Orchesters.

Dario Schmid ist ein Meister des Hackbretts und Mitglied des Schweizer Hackbrett-Orchesters.

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