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BERNECK: Spiel mir das Lied von Liebe und Frühling

Mit einem vielfältigen Programm begrüssten Jugendmusik Au-Berneck und Musikverein Berneck den Frühling. Sie spielten Kompositionen über japanische Blüten, karibische Piraten und italienische Pistolenhelden.
Esther und Walter Benz spielten ein herausragendes Duett mit dem Euphonium. (Bild: Ulrike Huber)

Esther und Walter Benz spielten ein herausragendes Duett mit dem Euphonium. (Bild: Ulrike Huber)

Wer sich durch den Zauber der Musik vom Unbill des Alltags ablenken lassen wollte, wer sich von den vielfältigen Melodien auf die Tage voller Wärme, Sonnenschein und Blütenduft einstimmen lassen wollte, der war am Sonntag beim Frühlingskonzert am richtigen Ort.

Jugendliche Musiker mit Höchstleistungen

Eingestimmt wurden die vielen Besucher durch die Jugendmusik Au-Berneck unter der musikalischen Führung von Raphael Rebholz. Er hat es in den letzten Jahren geschafft, die jugendlichen Musiker zu Höchstleistungen zu bringen. So war es auch diesmal ein Genuss, den zwar noch nicht ganz perfekt, aber doch mit der Klangbreite und der Harmonie eines «grossen» Blasorchesters vorgetragenen Musikstücken zuzuhören. Schwierig zu spielenden Kompositionen, wie das Thema der Filmtrilogie «Herr der Ringe» von Howard Shore, bei denen die Jugendmusik mit exakt getimten Einsätzen und einer dominierenden Perkussion die elegisch-dramatischen Passagen gut zu meistern wusste.

Bevor auch der Musikverein Berneck in Filmwelten wie zu den «Pirates of the Caribbean», entführte, wurde das Publikum unter der Leitung des Dirigenten Bruno Ritter mit zwei Liebeskompositionen und einer Hymne an die spriessenden Blüten verwöhnt. Herausragend war das Euphonium-Duett des Ehepaars Esther und Walter Benz. Mit einschmeichelnd-schmiegsamem Klang gab es ein Zwiegespräch der Instrumente, berührend und einander so verstehend, wie es wohl nur auch privat miteinander verbundene Musiker vermögen.

Von Japan herüber in die Karibik

Szenenapplaus erntete Patrick Odermatt für sein Trompetensolo im mit Zitaten an die japanische Klangwelt gespickten Stück «Blossom in a Japanese garden», übersetzt «Blüten in einem japanischen Garten». Und dann kam Jack Sparrows, der leicht vertrottelt im Stolpergang daherkommende und von Johnny Depp in «Piraten der Karibik» genial dargestellte Oberpirat zu musikalischen Ehren.

Für dieses Stück übernahm Vizedirigent Michael Schläpfer den Dirigentenstab. Er führte die Bernecker Musiker durch die sich ins Crescendo steigernde typische Hollywood-Blockbuster-gemässe Filmmusik von Klaus Badelt. Wieder mit Bruno Ritter als Dirigenten ging es dann noch in den Wilden Westen und seine Interpretation der Italo-Western der Sechziger- und Siebzigerjahre. Ein Potpourri des legendären Filmkomponisten Ennio Morricone war angesagt mit dem Mundharmonika-Intro aus «Spiel mir das Lied vom Tod» und das in Noten umgesetzte Hufgetrappel aus «Zwei glorreiche Halunken». Die Performance des MV Berneck erntete viel Applaus.

Gerhard Huber

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