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BERNECK: Räbahäxa verlassen die Bühne

Bei ihrem letzten Auftritt will die Schnitzelbank-Gruppe Räbahäxa am Fasnachtssamstag nochmals alle Register ziehen.
Die Räbahäxa gehen an der Bernecker Schnitzelbank auf Abschiedstour. Von links: Susann Mettier, Vera Indermaur, Karin Hongler, Hedi Enzler, Gabi Kuster, Sandra Thurnherr, Nicole Schatt und Silvia Maurer. (Bild: pd)

Die Räbahäxa gehen an der Bernecker Schnitzelbank auf Abschiedstour. Von links: Susann Mettier, Vera Indermaur, Karin Hongler, Hedi Enzler, Gabi Kuster, Sandra Thurnherr, Nicole Schatt und Silvia Maurer. (Bild: pd)

In Berneck obliegt eine öffentliche Standpauke – wie in früheren Zeiten – nicht nur Pfarrern oder Präsidenten von Gemeinde und Schule. Am Fasnachtssamstag nehmen sich dieses Recht auch die Schnitzelbänkler heraus. In diesem Jahr treten die Räbahäxa zum letzten Mal auf. «Früher als einmal angedacht», sagen sie.

Die Gruppe trat 2011 erstmals auf. Die Initiative kam von Silvia Maurer, Susann Mettier und Sandra Thurnherr. «Zwei Jahre vorher hatten die Lismernodle aufgehört, auch der Rücktritt der ­Minisprützer war bekannt. Wir wollten dieses Loch teilweise wieder füllen», sagt Sandra Thurnherr. Die Erfahrung der damals 50-jährigen Geschichte der Bernecker Schnitzelbank habe gezeigt: Diesem Anlass tut das weibliche Element gut. «Wir waren mehr als willkommen», erinnern sich die Hexen. Ihr Konzept ist die klassische Schnitzelbank mit gesungenen Versen und detailreichen Bildern. «Unsere Helgen sind ein wichtiges Element», sagt Thurnherr. Hier liege ein wesentlicher Unterschied zur Basler Fasnacht, wo sich die Gruppen bei den Bildern mit wenigen Inhalten begnügen.

Sandra Thurnherr sagt, die Hexen seien eine homogene Gruppe. «Wir ergänzen uns wunderbar.» Die Vorstellung, die Frauen würden sich wöchentlich zum Kaffeekränzchen treffen, sei falsch: «Als Schnitzelbänkler haben wir offene Augen und Ohren für das Geschehen im Dorf. Wir tragen alles bis im Dezember ­zusammen und wählen die passenden Begebenheiten aus.» Der «Hexentopf», in dem solange gerührt wird, bis träfe Sprüche in Versform gekocht sind, sei nicht jederfraus Sache. «Das Ergebnis muss aber für alle stimmen. Der Höhepunkt ist schliesslich der Auftritt am Fasnachtssamstag», sagt Thurnherr. Dann gibt es liebevollen Spott und frechen Gesang.

Heuer steht die Gruppe zum achten und letzten Mal auf der Bühne. Die Frauen verabschieden sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. «Wir haben es uns nicht leicht gemacht und alle Möglichkeiten besprochen», sagen sie. Einige würden gerne weitermachen, sehen sich aber nicht in der Leaderrolle. Eine neue Zusammensetzung ist derzeit kein Thema.

Die Gruppe will sich jetzt voll auf den Schlussabend vom 10. Februar konzentrieren. Sandra Thurnherr: «Wir geben nochmals unser Bestes und wollen das Publikum in den sechs Beizen auf die bekannte Art unterhalten.» Dazu werden auch die anderen Gruppen, Bäredräck, Überfliegair, Newscomer sowie die Guggesuuser, beitragen. Die Schnitzelbänke beginnen um 20 Uhr. Die Schauplätze sind «Maien­halde», «Drei König», «Ochsen», «Brauerei», «Rössli» und «Traube». (pd)

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