BERNECK: Netzwerk Rheintal feiert

Der Verein Netzwerk Rheintal hat 40 Mitglieder aus verschiedenen Branchen und den Auf- und Ausbau von Geschäftskontakten und Geschäftsempfehlungen zum Ziel. Jetzt feiert das Netzwerk sein zehnjähriges Bestehen.

Sabrina Schmid
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Kurt Ulmann, Präsident des Vereins Netzwerk Rheintal, ist mit dessen Entwicklung sehr zufrieden. (Bild: Sabrina Schmid)

Kurt Ulmann, Präsident des Vereins Netzwerk Rheintal, ist mit dessen Entwicklung sehr zufrieden. (Bild: Sabrina Schmid)

BERNECK. Der Verein Netzwerk Rheintal wurde im Sommer 2006 von sechs Geschäftsleuten gegründet. «Zwei davon waren damals bei ähnlichen Netzwerken dabei – die Struktur der Treffen sagte ihnen nicht richtig zu. So beschlossen sie, selbst einen Verein zu gründen», erzählt Kurt Ulmann, der Präsident des Vereins Netzwerk Rheintal und Geschäftsführer der Baumann AG. Noch heute sind vier von den sechs Gründungsmitgliedern im Verein dabei. Die Entwicklung in den letzten Jahren sei sehr erfreulich verlaufen.

Wöchentliche Treffen

Jeden Mittwochmorgen, ausgenommen in den Schulferien, treffen sich 40 Entscheidungsträger aus verschiedenen Branchen in Widnau. Pro Branche ist nur ein Mitglied dabei, um ein allfälliges Konkurrenzdenken auszuschliessen. Man frühstückt gemeinsam und dann folgt ein Anlass, der von einem Mitglied organisiert wird. «An der jährlichen Hauptversammlung wird ausgelost, welches Mitglied an welchem Mittwoch einen Anlass plant. Somit muss jedes Mitglied etwas zum Erfolg beisteuern», sagt Kurt Ulmann. Das könne eine Betriebsbesichtigung oder eine Präsentation über neue Produkte sein.

«Das Netzwerk bringt allen Beteiligten Vorteile. Wenn ich als Geschäftsführer über das Netzwerk Aufträge erhalte, gibt es für meine Mitarbeiter wieder Arbeit. Die Idee ist, dass man die Vereinsmitglieder, nach Möglichkeit, bei Aufträgen berücksichtigt», sagt der Präsident des Vereins.

Ziele erreicht

Der Verein beabsichtigt nebst dem Ausbau des Netzwerkes durch weitere Branchen, bekannter zu werden, die Qualität zu halten und die Attraktivität zu steigern. «Die Aufbauarbeit in den letzten zehn Jahren war sicher bereichernd. Jetzt gilt es, auf diesem erfolgreichen Niveau zu bleiben», sagt Kurt Ulmann. Der Präsident ist sich sicher, dass der Verein Netzwerk Rheintal seine Ziele in den letzten zehn Jahren erreicht hat und ist sehr zufrieden – schliesslich besetze der Verein bereits 40 Branchen und habe immer noch viele Anfragen von Interessenten. Um den Erfolg zu gewährleisten, wird bis zu drei Mal pro Jahr ein Wirtschaftsbarometer durchgeführt.

Jedes Mitglied kann bei diesem Anlass schildern, wie es in seiner Firma läuft. «Man tauscht Tips für den Arbeitsalltag aus und hört die Sorgen einer anderen Branche – das ist bereichernd und wir profitieren alle voneinander», sagt Ulmann. Auch der Messestand an der letztjährigen Rhema hätte ein gutes Echo erzeugt. «Zehn Firmen hatten einen gemeinsamen Auftritt. Wir konnten unsere Kundenbeziehungen intensiv pflegen und das Netzwerk mitsamt den Firmen bekannt machen. Auch in Zukunft wollen wir Teil der Rhema sein», sagt Kurt Ulmann.

Freundschaften fürs Leben

Bei den vielen Geschäften darf auch das persönliche Kontaktnetz und der Aufbau von Vertrauensverhältnissen nicht zu kurz kommen. Vor allem die zusätzlichen privaten Anlässe, bei denen man sich zum Grillieren getroffen oder ein kleines Weihnachtsfest organisiert hat, schweissten die Mitglieder zusammen. «Es soll nicht nur der Profit im Vordergrund stehen. In den letzten Jahren sind sehr viele Freundschaften entstanden. Mit vielen Rheintaler Geschäftsleuten, die ich sonst einfach gekannt habe, sind jetzt gute Verbindungen entstanden», sagt Kurt Ulmann.

Geduld nötig

Wie in jedem Verein gebe es Mitglieder, die regelmässig an den wöchentlichen Treffen erscheinen. Andere kämen eher gelegentlich. «Wer nicht kommt, profitiert nicht. Jeder, der dabei ist, kommt freiwillig und trägt die Verantwortung für seinen Erfolg selbst», sagt Kurt Ulmann. Für eine gute Beziehung müsse man sich Zeit nehmen und geduldig sein – erst dann könne ein gutes Kontaktnetz entstehen.

In Zukunft will der Verein Netzwerk Rheintal 50 Mitglieder zählen. «Einige Branchen müssen wir noch besetzen. Das ist nicht so einfach, da es mittlerweile viele ähnliche Netzwerke gibt. Man muss etwas bieten, um längerfristig attraktiv zu bleiben», sagt Ulmann. Um diese Attraktivität zu erhalten, arbeitet der Vorstand des Vereins an verschiedenen Ideen.

Aber auch die Mitglieder werden um Vorschläge gebeten. Für Ulmann ist klar: Regelmässige Treffen am frühen Morgen sind für viele Kleinbetriebe ein Grund, dem Verein nicht beizutreten.

Auch wenn es oft schwer falle, zu überzeugen, gebe das Netzwerk nicht auf und verfolge stets den Vorsatz: Akquirieren und an der Arbeit bleiben.

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