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BERNECK: Kammermusikalischer Start ins neue Jahr

Das Benefizkonzert zugunsten der Kinderspitex zum Jahresbeginn in der katholischen Kirche in Berneck hat Tradition. Am Freitagabend kamen Werke von Schostakowitsch und Brahms zur Aufführung.

Seit vielen Jahren erklingt in Berneck das von der Familie Döring angebotene Kammermusikkonzert zugunsten der Kinderspitex Schweiz, Sektion Ostschweiz. Zuerst zum Geburtstag von Dr. h. c. Erich Döring, seit dessen Tod 2009 als Gedenkkonzert. Als Veranstalter zeichnet das Kulturforum Berneck verantwortlich.

Von Dimitri Schostakowitsch erklang am vergangenen Freitagabend das sehr emotionale und schwermütige Klaviertrio in e-Moll, das der Komponist 1944 zum frühen Tod seines engen Freundes Iwan Sollertinski geschrieben hat. Nach einer kurzen Pause erklang das Klavierquartett Nr. 1 in g-Moll von Johannes Brahms mit dem temperamentvollen Schlusssatz «Rondo alla Zingarese». Aus diesem farbigen und mitreissenden, von der ungarischen Zigeunermusik inspirierten Satz wiederholten die vier virtuosen Musiker nach dem wohlverdienten stehenden Applaus der begeisterten Zuhörer einen Ausschnitt als Zugabe. Alljährlich versammelt der international tätige Geschäftsmann und begeisterte Cellist Viturin Döring renommierte Musiker um sich, um mit ihnen zusammen hochstehende klassische Kammermusik zu interpretieren. Schon lange dabei ist der bekannte spanische Konzertpianist Daniel del Pino. Ebenfalls schon oft in Berneck zu hören war der französische Violinist Lyonel Schmit. Dazu kam dieses Jahr die in Rumänien geborene Streicherin Silvia Simionescu. Sie ist seit 2004 Professorin für Viola und Kammermusik an der Musikakademie Basel und gibt regelmässig Meisterkurse in der Schweiz, in Deutschland, Spanien und Indien.

Mit hoher Musikalität, genialer Dynamik und perfekter Präzision spielten die Könner die beiden Werke. Im Trio von Schostakowitsch noch ohne die Viola gelang es ihnen, die tiefe Trauer des Komponisten, vermischt mit der Empörung und dem Unverständnis über den Tod des erst 41-jährigen Freundes, zum Ausdruck zu bringen. Ergriffen verharrte das Publikum zum Schluss des Stückes minutenlang still und spendete erst dann Applaus.

Unvergesslich bleibt die grosse Harmonie zwischen den Musikern. Fast unmerklich sprang die Melodieführung von der Violine zum Cello und von diesem auf die Viola: Zusammenspiel in höchster Vollendung. Das zeugt vor allem auch vom ausserordentlichen Können und vom enormen Engagement des Amateurcellisten Viturin Döring, der sich als Unternehmer in seiner Freizeit im Laufe der Jahrzehnte auf seinem Instrument ein geradezu professionelles Niveau erarbeitet hat.

Max Pflüger

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