BERNECK: Geschwindigkeit wird gedrosselt

Auf Höhe der Johannes-Dierauer-Strasse/Kloterenstrasse wird jetzt die zweite Brücke über den Littenbach neu erstellt. Die Verkehrsführung auf der Gemperenstrasse wird auf diesem Teilstück dauerhaft einspurig bleiben.

Andrea C. Plüss
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Die einspurige Verkehrsführung dient der Geschwindigkeitsreduktion auf Höhe der geplanten Brücke. (Bild: Andrea C. Plüss)

Die einspurige Verkehrsführung dient der Geschwindigkeitsreduktion auf Höhe der geplanten Brücke. (Bild: Andrea C. Plüss)

Andrea C. Plüss

Die alte Brücke wurde in der letzten Woche bereits abgerissen. Gemeindepräsident Bruno Seelos geht davon aus, dass die geplante neue, Velofahrern und Fussgängern vorbehaltene Brücke bereits im November fertiggestellt sein wird. Sie wird schmaler sein und dazu leicht gewölbt.

Nachdem Mitte letzter Woche der Ersatz-Neubau der Kropfackerbrücke nach viermonatiger Bauzeit eingeweiht wurde, kann jetzt der Neubau der zweiten Brücke Höhe Johannes-Dierauer-Strasse/Kloterenstrasse in Angriff genommen werden.

Fussgängerstreifen waren nur provisorisch

Die auf nebenstehendem Foto sichtbaren gelben Fussgängerstreifen waren während der Bauarbeiten der Kropfackerbrücke als Provisorium angebracht worden, um den offiziellen Schulweg und Wanderweg zu signalisieren. Die Streifen sind mittlerweile bedeutungslos beziehungsweise führen lediglich noch in die neu angelegte Baustelle und werden spätestens bei Fertigstellung der Johannes-Dierauer-Brücke entfernt, sagt Ulrich Bertschi, stellvertretender Leiter Verkehrstechnik bei der Kantonspolizei.

Massnahmen dienen der Sicherheit

Was nicht nur während der Bauphase, sondern auch danach Bestand haben wird, ist die Ausbuchtung auf den Fahrstreifen an der Gemperenstrasse, dort, wo die neue Brücke «angesetzt» wird. «Warteraum» nennt Ulrich Bertschi diesen Bereich, der Fuss- gängern und Radfahrern, die von der Brücke kommen, Raum zur Sondierung der Verkehrslage bieten soll, ohne direkt auf der Fahrbahn zu stehen, da «die Sicht von der Brücke aus links und rechts durch das Geländer eingeschränkt ist.» Der Verkehr auf der Gemperenstrasse wird auf diesem Teilstück aktuell einspurig geführt. Dies wird auch nach Fertigstellung der Brücke so bleiben, sagt Bertschi, da dadurch eine Ge­schwindigkeitsreduzierung der Fahrzeuge erzielt werde. Zudem verringere sich die «Querungsstrecke» für Fussgänger und Radfahrer, eine kürzere Strecke steht demnach für eine abnehmende Unfallgefahr.

Bogenbrücke birgt kein aussergewöhnliches Risiko

Ob die geplante Bogenbrücke durch die Steigung bzw. das Gefälle nicht die Radfahrer zu Rasern werden lassen könnte, verneint Ulrich Bertschi. Er sagt: «Ein 25-Zentimeter-Bogen ist minim und nicht massgeblich für eine besondere Beschleunigung.» Ist man als Verkehrsteilnehmer von der Kloterenstrasse Richtung Gemperenstrasse unterwegs, fällt schnell ein anderer Gefahrenpunkt auf: Die Sicht auf die Gemperenstrasse ist nach rechts durch hohe Büsche eingeschränkt. Von rechts kommen jetzt aber auch – durch die einspurige Verkehrsführung – Fahrzeuge unmittelbar auf dem vorderen Fahrstreifen. Dieser Umstand sei der Abteilung Verkehrssicherheit bekannt und «die Sicht sei dort zu verbessern», sagt der stellver­tretende Leiter Ulrich Bertschi. Grundsätzlich jedoch sei jeder Verkehrsteilnehmer angehalten, die nötige Achtsamkeit und Vorsicht walten zu lassen. Die Klo­terenstrasse sei der Gemperenstrasse nachgeordnet, das heisst, es müsse Vorfahrt gewährt werden. Darauf deute nicht zuletzt auch die weisse Markierung auf dem Fahrstreifen hin.

Eine einspurige Verengung in Höhe einer T-Kreuzung – auch mit einer Brücke als sogenannte Strassenfortsetzung – stelle nicht per se ein ausserordentliches Risiko dar.