BERNECK: Drei Konzerte, dreimal erfolgreich

Das neue Konzept «Musik rund um den Platz» hat sich bewährt. Die drei mal drei musikalischen Auftritte bescherten dem Kulturforum am Samstagabend viele Besucher.

Max Pflüger
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Singing Souls: Melodie, Rhythmus und Humor bei «Wein Berneck».

Singing Souls: Melodie, Rhythmus und Humor bei «Wein Berneck».

Max Pflüger

Das Rezept ist so einfach wie bestechend: Drei einheimische Formationen in drei stimmungsvollen Konzertlokalen offerierten drei kurze Auftritte. Jede Musikgruppe hatte ihr Publikum und ihre Fans dabei. Aber die blieben nicht da, wo ihre Lieblinge auftraten, schon nach den ersten Vortragssequenzen wechselten die meisten Zuhörer das Konzertlokal und damit den Stil. So erlebten sie Neues und lernten andere Stilrichtungen kennen. Für den Veranstalter, das Bernecker Kulturforum, und für die Gäste gleichermassen ein Gewinn.

Je um 20, 21 und 22 Uhr begannen die rund dreissig Minuten dauernden Musikvorträge. Im Torkel Oberdorf gefiel das Duo Hit happens, im Pfarreisaal die soeben auch in Deutschland entdeckte Girl-Group Miracle Four und bei «Wein Berneck» boten die Singing Souls Gesang mit Schwung und Humor.

Sie sangen schon, als die anderen Künstler des Abends noch in den Windeln lagen. Sie sind in Berneck und im Rheintal ein sicherer Wert. Seit 1998 überzeugen die Singing Souls immer wieder mit ihren humorvollen und musikalisch begeisternden Auftritten. A-cappella-Gesang? Nein, am Klavier werden die Sängerinnen und Sänger von Marcel Sieber begleitet. Kabarett? Nein, sie tragen in ihrem eigenen Stil bekannte und beliebte Lieder, Evergreens und Oldies vor. Und doch steckt in ihrem Auftritt viel kabarettistischer Humor und glanzvoller A-cappella-Swing.

Sehr melodiös und gefällig, aber trotzdem rhythmisch stark geprägt singen und musizieren die Sängerin und Gitarristin Patricia Fehr und der Drummer und Bassist Christian Zünd, das Duo Hit happens. Sie interpretieren eigens für sie arrangierte Hits und Evergreens und kommen damit gut an. Auch der gute alte Titanic-Song «My heart will go on» hat bei den beiden seinen gefühlsduseligen Touch verloren und an Schwung gewonnen.

Miracle Four sind die Küken des Konzert-Terzetts vom Samstagabend. Noch vor Kurzem traten sie im Rheintal als Tonic Scale auf. Nun sind sie auch in Deutschland entdeckt und haben sich einen klingenderen Namen zugelegt. Trotz ihrer eher jugendlichen Gesangsnummern hatten sie im Pfarreiheim auch ein etwas älteres Publikum für sich gewonnen. Viel Applaus bekamen Amber, Alena, Arina und Emilia vor allem für die schwungvollen, mit gefälligen Tanzchoreografien illustrierten Nummern wie zum Beispiel dem Spice-Girls-Song «Wanna be my lover». Man spürte deutlich: Die Pop-Girlgroup der Jahrtausendwende gehört zweifellos zu den Vorbildern der Miracle Four.