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BERNECK: Drachenherz und Teufelstanz

Ein anspruchsvolles, mutiges und hörenswertes Programm hatten die Jugendmusik Au-Berneck und der Musikverein Berneck für ihr Frühlingskonzert in der evangelischen Kirche zusammengestellt.
Gerhard Huber
Dirigent Bruno Ritter führte den Musikverein Berneck durch die schwierigen Kompositionen. (Bild: Ulrike Huber)

Dirigent Bruno Ritter führte den Musikverein Berneck durch die schwierigen Kompositionen. (Bild: Ulrike Huber)

BERNECK. Wer ein Liebhaber der Musik, besonders der Blasmusik ist oder ein solcher werden will, der sollte die konzertante Aufführung des Musikvereins Berneck besuchen. In hoher Qualität werden regelmässig Perlen der Orchestermusik für Blasinstrumente aufgeführt. Dieses Jahr wurde das Publikum mit bekannten Musical-Melodien, weniger bekannter Filmmusik und einschlägiger Konzertmusik verwöhnt.

Vielköpfiger Klangkörper

Der Abend wurde von der Jugendmusik Au-Berneck unter der bewährten Leitung von Raphael Rebholz eröffnet. Der erfreulich vielköpfige Klangkörper hatte sich mit dem Stück «Whiteleaf Hill» von Benjamin Tucker einiges vorgenommen. Dieses farbige, anspruchsvolle, das Volumen eines Orchesters auslotende Kompositionswerk wurde tadellos aufgeführt. Eine «reife» Leistung der Jugendmusik.

Gabi Strack führte gekonnt und mit pantomimischen Einlagen durch den Konzertabend. Sie verglich eine Blasmusik mit einer grossen Orgel. Jedes Instrument sei dabei als einzelne Orgelpfeife zu betrachten. Nur wenn diese vielen Orgelpfeifen von einem einzigen Organisten geführt würden, entstehe keine Kakophonie, sondern ein Stück Musikgenuss. Und die Rolle des Organisten falle in der Blasmusik dem Dirigenten zu. Bruno Ritter und Michael Schläpfer, die beim Musikverein abwechselnd den Taktstock führten, füllten diese Rolle jedenfalls prächtig aus.

Nachdem die Zuschauer bereits mit der Filmmusik zu «Dragonheart», komponiert von Randy Edelmann, in weit entfernte Welten mit Königen und Drachen entführt worden waren, wurde vom Musikverein Berneck der aktuelle Wettbewerbsbeitrag aufgeführt. «Dance with the Devil» des österreichischen Komponisten Fritz Neuböck handelt von einer Nacht in einer dunklen Schlosstaverne, in der Punkt Mitternacht der Teufel seinen Auftritt hat. Im Ringen mit den Tavernenbesuchern behält aber schliesslich das Gute, nämlich der Glaube, die Überhand.

Akustischer Genuss

Tatsächlich wurde diese Legende vom Komponisten meisterhaft in einen akustischen Genuss, in ein musikalisches Märchen übersetzt. Und von den Berneckern Musikanten in guter Qualität gespielt.

Freilich gibt es vor den Kreismusiktagen in Rüthi noch genügend Zeit, die wenigen und geringen Mängel auszumerzen.

Sehr schön war der Konzertabschluss mit einem Medley aus Evergreens des Musical-Jahrhundert-Komponisten-Talents Andrew Lloyd Webber und der gemeinsam mit der Jugendmusik gespielten Zugabe «Highland Cathedral».

Mystische schottische Klänge, nebelverhangen und doch herzerwärmend. Und von den Bernecker Musikern herzerfrischend schön intoniert.

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