Berneck bleibt vorerst, wie es ist

BERNECK. 58,6 Prozent der Stimmberechtigten sagen Nein zu einer Neugestaltung von Rathausplatz und Rössligabelung. Und heute werden die fürs Referendum nötigen Unterschriften gegen eine Neugestaltung der Neugass eingereicht.

Gert Bruderer
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Die Rössligabelung wird nicht verändert, ebenso wenig der Rathausplatz: der 2-Mio.-Kredit wurde abgelehnt. (Archivbild: Gert Bruderer)

Die Rössligabelung wird nicht verändert, ebenso wenig der Rathausplatz: der 2-Mio.-Kredit wurde abgelehnt. (Archivbild: Gert Bruderer)

734 Stimmberechtigte lehnten den 2-Mio.-Kredit für eine Pflästerung des Rathausplatzes und eine Neugestaltung der Rössligabelung ab; 519 Stimmberechtigte sagten Ja.

Nun hofft Rat auf Neugass-Ja

Natürlich sei der Gemeinderat vom Ergebnis enttäuscht, sagt Vize-Gemeindepräsident Reto Zellweger (Präsident Jakob Schegg ist in den Ferien). Berneck habe mit dem gestrigen Nein eine Aufwertung verpasst.

Nun hoffe man aber, dass wenigstens das Neugass-Projekt an der Urne Erfolg haben wird. Zur Abstimmung kommt es, weil Bürger das Referendum ergreifen («Rheintaler» vom 24. September). Sollte die Bürgerschaft auch die neue Strassenraumgestaltung ablehnen, «würde der Kanton die Bücher schliessen», sagt Zellweger, «das sei so klar mitgeteilt worden». Bei einem Ja zu einer neu gestalteten Neugass hingegen würde sich der Kanton mit zwei Drittel der Kosten beteiligen.

Kosten als Stolperstein

Gegen den gestern abgelehnten Kredit war öffentlich praktisch keine Opposition gemacht worden. Dass gegen die Neugass-Neugestaltung das Referendum ergriffen wird, konnte man allerdings auch als Widerstand gegen das Rathausplatz- und Rössligabelung-Projekt werten. Die Stimmberechtigten, die gestern Nein stimmten, dürften sich einerseits an den Kosten gestossen haben und andererseits gedacht haben, dass Berneck nun mal Durchgangsverkehr (von bzw. nach dem Appenzeller Vorderland) habe.

Verkehr verlangsamen

Gerade diesen Durchgangsverkehr langsamer zu machen und somit die Sicherheit zu erhöhen, sollte aber das Ziel sein, meint Reto Zellweger, der sich deshalb im Namen des Gemeinderates klar für die Neugestaltung wenigstens der Neugass ausspricht. Er widerspricht der teilweise geäusserten Ansicht, das Neugass-Projekt sei nicht gewerbefreundlich und bringe viele Parkplätze zum Verschwinden. Einzig beim evangelischen Kirchplatz würden wohl etwa vier Parkplätze verloren gehen.