BERNECK: 15 Monate lang Umleitungen

Die Gemeinde Berneck und der Kanton St. Gallen gestalten den Dorfkern um. Am 18. Juli beginnt das kantonale Tiefbauamt mit den Strassenbauarbeiten. Während 15 Monaten ist mit Umleitungen und Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

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Die Neugass, die schon wie ein Flickenteppich aussieht, wird ab Montag neu gestaltet. Das Grossprojekt, das den Umbau der Rössli-Kreuzung einschliesst, wird etwa 15 Monate lang den Verkehr einschränken. (Bild: Gert Bruderer)

Die Neugass, die schon wie ein Flickenteppich aussieht, wird ab Montag neu gestaltet. Das Grossprojekt, das den Umbau der Rössli-Kreuzung einschliesst, wird etwa 15 Monate lang den Verkehr einschränken. (Bild: Gert Bruderer)

BERNECK. Von den Arbeiten betroffen ist der Raum der Kantonsstrasse zwischen der Rössli-Kreuzung bis zum Buswendeplatz beim Bauamt. Die Ausführung erfolgt in mehreren Etappen, schreibt die Staatskanzlei in einer Mitteilung. Von Juli bis November sind die Arbeiten im Bereich der Rössli-Kreuzung (Auer- und Tramstrasse) sowie beim Rathausplatz (Abschnitt Kanzleistrasse bis Buswendeplatz Bauamt) vorgesehen. Die hauptsächlichen Bauarbeiten in der Neugass sind für das Jahr 2017 vorgesehen.

Umleitungen signalisiert

In einer ersten Phase von Juli bis November 2016 wird die Teilbaustelle beim Rathaus einspurig im Gegenverkehr geführt und mittels einer Lichtsignalanlage geregelt. Die Bauarbeiten in der eigentlichen Neugass von Oktober 2016 bis September 2017 werden ebenfalls unter Verkehr mit einem Einbahnsystem mit Fahrtrichtung Oberegg – Au gelöst. Das kantonale Tiefbauamt und die beauftragten Unternehmen schreiben, sie würden alles daran setzen, die Behinderungen auf ein Minimum zu beschränken. Sie bitten die Verkehrsteilnehmer und die Anwohner um Verständnis.

Lange Gerade optisch gebrochen

Den Hauptbestandteil der Umgestaltung bilden horizontal leicht versetzte Strassenstücke, die zusammen mit der wechselseitigen Anordnung von Parkfeldern den Verkehr beruhigen sollen. Die lange Gerade wird dadurch optisch gebrochen. Ergänzend wird die bauliche Strassenbreite auf sechs Meter festgelegt und mit unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen gestaltet. Die Seitenbereiche der Fahrbahn werden mit einem Streifen, der sich in Struktur und Farbe vom konventionellen Belag abhebt, versehen. Die Parkfelder werden auf dem Niveau der Gehwege angeordnet und vom Fahrbahnrand um 0,4 Meter zurückgesetzt. Der verbleibende Raum zwischen Fahrbahn und Gebäudefassaden wird als Gehweg ausgestaltet. Im Regelfall beträgt dessen Breite zwei Meter, wobei aufgrund der Vielzahl von Treppenaufgängen wie auch Parkfeldern auf lokal begrenzten Abschnitten eine minimale Breite von 1,5 Metern entsteht.

Die Kantonsstrasse quert den eigentlichen Rathausplatz, der mittels Pollerreihen von der Fahrbahn abgetrennt wird. Dem Übergangsbereich zwischen Rathausplatz und Obereggerstrasse wird durch eine leichte Kurvenfolge die Gradlinigkeit entzogen. Dank der lokalen Verschiebung der Strasse nach Norden wird die Gehwegsituation auf der Südseite verbessert. Die Bushaltestelle wird über einen ausserhalb der Kantonsstrasse liegenden Warteraum neu organisiert.

Kreuzung wird übersichtlicher

Bei der Rössli-Kreuzung wird der Einlenker aus Au nach Osten in Richtung Heerbrugg verschoben und rechtwinklig angeschlossen. Daraus ergibt sich vor allem eine Entflechtung des Einlenkerbereichs.

Mit einer leichten Verschiebung der Strasse nach Osten und einer neuen Linksabbiegespur wird die Kreuzung übersichtlicher und sicherer. Entlang beider Strassenäste werden Gehwege mit einer Breite von zwei Metern erstellt. (sk)