Berggasthaus ausgebrannt

FLUMS. Ein Grossbrand hat das Bergrestaurant Schönhalden am Flumser Kleinberg fast vollständig zerstört. Die Feuerwehr musste mit Helikoptern anrücken.

Michael Kohler
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«Der Eternit im Dachgeschoss brannte wie Zunder», sagte Marco Guggisberg, Einsatzleiter der Feuerwehr. (Bild: Kapo SG)

«Der Eternit im Dachgeschoss brannte wie Zunder», sagte Marco Guggisberg, Einsatzleiter der Feuerwehr. (Bild: Kapo SG)

Das Berghotel Schönhalden am Flumser Kleinberg ist am Montag aus bisher ungeklärten Gründen in Brand geraten. Um 16.40 Uhr wurde die Pächterin des Restaurants auf den Brand aufmerksam. Die Frau verliess das Haus und verständigte umgehend Polizei und Feuerwehr. Diese konnten aber aufgrund des Schnees nicht mit ihren Fahrzeugen an die Brandstelle gelangen. Zwei Helikopter der Rega sowie die örtliche Gondelbahn transportierten die Feuerwehr und das benötigte Material den Berg hinauf. Gleich fünf Feuerwehren mit insgesamt 100 Personen standen im Einsatz. Schliesslich gelang es, den Brand zu löschen. Nach ersten Erkenntnissen beläuft sich der Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Franken. Der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Sechs Stunden lang gelöscht

«Um 16.44 Uhr ging die Meldung über den Brand des Restaurants bei den örtlichen Rettungskräften ein», bestätigte Feuerwehr-Einsatzleiter Marco Guggisberg auf Anfrage. Er habe angesichts der Schneeverhältnisse auf den Strassen zum Berghotel sofort die Rega aufgeboten. Die erste Vorhut traf bereits kurz nach 17 Uhr ein.

«Als wir ankamen, stand das ganze Dachgeschoss bereits in Flammen, das Wirtepaar war ausserhalb des Gebäudes in Sicherheit», sagte Guggisberg. Fünf Minuten nach Eintreffen habe die Feuerwehr mit dem Löschen begonnen. Bis die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle hatten, vergingen allerdings rund drei Stunden, bestätigt auch Gian-Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen.

Brandwache in der Nacht

Wie Marco Guggisberg weiter berichtet, seien die Löscharbeiten zwar gut vorangekommen, hätten aber doch bis 23.30 Uhr angedauert. «Das Dachgeschoss des alten Holzhauses war komplett mit Eternit eingekleidet. Dieser brannte wie Zunder», sagte er. Nach Mitternacht wurde eine Feuerwache eingerichtet. «Wir kontrollierten die Brandherde rund um die Uhr, bevor die Feuerwehr und die Kantonspolizei das Gebäude morgens um 9 Uhr wieder an die Besitzer übergaben.» Nach 13 Stunden konnte die Feuerwehr bereits einen Teil des Inventars aus den Trümmern bergen.

Letzter Brand vor zwölf Jahren

Schon im Jahr 2003 kam es am Kleinberg zu einem Brand. Damals fiel die gesamte Bergstation der Gondelbahn den Flammen zum Opfer. Bis 2009 sind deshalb diverse Zimmer renoviert worden. Das Hotel stand während des Brandes vom Montag wegen Betriebsferien leer. Am 8. Mai sollte wiedereröffnet werden.