Bei Verkehrsinsel: Belag kaputt

Ende August wurden in Rebstein drei Verkehrsinseln aufgestellt. Den Winter überlebte nur eine – in den letzten Tagen war aber auch jene Insel weg. «Vorübergehend», sagen die Verantwortlichen.

Samuel Tanner
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Die Staatsstrasse in Rebstein bei der Bushaltestelle Betten, wie sie sich gestern zeigte: Dort, wo normalerweise der Bus hält, wird der Belag erneuert. Deshalb entfernten die Strassenbauer des Kantons die Verkehrsinsel (vorne im Bild) vorläufig. (Bild: Samuel Tanner)

Die Staatsstrasse in Rebstein bei der Bushaltestelle Betten, wie sie sich gestern zeigte: Dort, wo normalerweise der Bus hält, wird der Belag erneuert. Deshalb entfernten die Strassenbauer des Kantons die Verkehrsinsel (vorne im Bild) vorläufig. (Bild: Samuel Tanner)

Rebstein. Auf vier Abschnitten der Rebsteiner Staatsstrasse arbeiten derzeit Strassenbauer des Kantons: Überall werden Pflastersteine oder Beläge ersetzt. Am gravierendsten ist der Eingriff bei der Bushaltestelle «Betten». «Die Pflastersteine und der Belag der Bushaltestelle haben der Belastung nicht mehr standgehalten. Deswegen mussten wir handeln», begründet Urs Gantenbein, stellvertretender Strassenkreisinspektor im kantonalen Tiefbauamt. Seit letztem Herbst kam es an besagter Stelle zu einer starken Mehrbelastung: Passierende Autos wichen aufgrund der an jener Stelle installierten Verkehrsinsel auf die Bushaltestelle aus. Darum wurde der nicht auf Lastwagen und starkes Verkehrsaufkommen ausgerichtete Belag überstrapaziert.

«Insel nicht am richtigen Ort»

Gemeindepräsident Andreas Eggenberger wollte im letzten Herbst mit drei Verkehrsinseln die Rebsteiner Staatsstrasse sicherer machen. Zwei der drei Inseln wurden aber kurz nach der Installation wieder abgebrochen. Jene an der Einmündung von der Staatsstrasse in die Alte Landstrasse wurde fälschlicherweise vor eine Hauseinfahrt gebaut, jene beim Restaurant Punto Verde war ebenfalls im Weg. Zudem schoben die Strassenbauer diverse Fussgängerstreifen hin und her. Mehrere Male. «Die Koordination des Kantons war in diesem Fall unglücklich», sagte Andreas Eggenberger unserer Zeitung damals. Eine letzte Verkehrsinsel überlebte den Winter – jene bei der Bushaltestelle «Betten». Sie war aber weiterhin für Gesprächsstoff verantwortlich: Ein naher Gewerbebetrieb störte sich, weil seine Lastwagen kaum noch in die Staatsstrasse einbiegen konnten, Autolenker bemängelten, dass bei Bus-Halten Stau entsteht. Andreas Eggenberger sagt: «Wir werden im Herbst ein Gesamtkonzept für die Staatsstrasse vorlegen. Bis dahin bleibt die Verkehrsinsel aber an der bisherigen Stelle.» Fussgänger hätten sich daran gewöhnt, und es gebe auch positive Stimmen, sagt Eggenberger. «Wir wollten mit der Verkehrsinsel erste Erfahrungen machen.»

Zum neuen Konzept wollte er noch keine genaueren Aussagen machen. Schon im Voraus steht fest: Es wird 2013 umgesetzt, enthält einen Flüsterbelag und dürfte keine Verkehrsinsel bei der Bushaltestelle «Betten» vorsehen. Denn Gemeindepräsident Eggenberger sagt: «Die Insel steht nicht am richtigen Ort.» Trotzdem: Wenn die Strassenbauer heute Abend planmässig fertig sind mit den Belagsarbeiten, installieren sie die Verkehrsinsel wieder.