Bei den Besten am Zürich-Marathon

Christoph Schefer sorgt mit einer persönlichen Bestzeit von 2 Stunden und 29 Minuten für das Spitzenergebnis der Rheintaler Finisher über die klassischen 42,2 Kilometer. Damit gehörte er zu den 20 Besten insgesamt.

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Schnelle Rheintaler haben Grund zum Feiern nach dem Zürich-Marathon (v. l.): Felix Benz, Heinz Bodenmann, Mathias Nüesch, Christoph Schefer, Guido Bischofberger. (Bild: pd)

Schnelle Rheintaler haben Grund zum Feiern nach dem Zürich-Marathon (v. l.): Felix Benz, Heinz Bodenmann, Mathias Nüesch, Christoph Schefer, Guido Bischofberger. (Bild: pd)

LAUFSPORT. Vor einem Jahr war Christoph Schefer am Zürich-Marathon als Pacemaker engagiert und machte einen hervorragenden Job: Er sorgte dafür, dass die Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Spirig im Marathon die Limite für die Europameisterschaften von 2:45 Std. laufen konnte. Dieses Jahr wollte Schefer zeigen, dass er in der Lage ist, den Marathon unter der «Schallmauer» von zweieinhalb Stunden zu laufen. Dafür hatte er sich seit rund drei Monaten intensiv und gewissenhaft vorbereitet.

Hoffnung wird Realität

Die Voraussetzungen für einen Rekordlauf waren nach dem Start gegeben. In einer kleinen Gruppe konnte Schefer die erste Streckenhälfte im geplanten Tempo (1:14 Std.) zurücklegen. Doch nach rund 25 Kilometern wurde die Gruppe langsamer, was nicht ins Konzept des Lüchingers passte. Um sein Ziel zu erreichen, musste Schefer sein Durchschnittstempo von dreieinhalb Minuten pro Kilometer praktisch über die volle Distanz aufrechterhalten. Und so war der 35-Jährige auf den letzten zehn Kilometern auf sich selbst angewiesen.

Es wurde hart in dieser Phase des Rennens, Schefer kämpfte nicht nur gegen die Müdigkeit, sondern auch gegen den Wind. Schefer spürte, dass es sehr eng werden wird, die Zweieinhalbstunden zu unterbieten, und so mobilisierte der Donnschtighüpfer auf dem letzten Kilometer seine letzten Energiereserven und erreichte den Zielbogen in seiner Rekordzeit von zwei Stunden, 29 Minuten und 39 Sekunden.

Nach dieser Parforceleistung musste sich Schefer, völlig ausgepumpt und erschöpft, kurz hinlegen. Doch wie die meisten Finisher erholte sich auch Schefer von den Strapazen schnell wieder und feierte mit seinen Lauffreunden aus dem Rheintal den Erfolg. Nur 19 Läufer, darunter mehrheitlich ausländische Spitzenläufer waren noch schneller als Schefer.

Konkurrenz beflügelt

Die Elite der Rheintaler Marathonszene setzt sich primär zusammen aus Mitgliedern der Donnschtighüpfer und den Mittwochläufern (Mila). Aus diesen beiden Trainingsgruppen starteten nebst Schefer noch sieben weitere Läufer in Zürich. Die starke Konkurrenz trägt Früchte. So lief auch Heinz Bodenmann mit 2:33 Std. eine persönliche Bestzeit und klassierte sich auf dem dritten Rang in seiner Altersklasse M20.

Auch Mathias Nüesch, dem schnellsten Mila-Läufer aus Balgach, gelang eine ausgezeichnete Leistung. Er verpasste zwar seine letztjährige Rekordzeit um 19 Sekunden, doch eine erneute Laufzeit von unter 2:40 Std. liessen auch Nüeschs Augen im Ziel leuchten.

Eine grossartige Bilanz

Zwei Minuten länger benötigte Stefan Althaus für die 42,2 Kilometer. Auch er war noch nie so schnell gelaufen. Seit einigen Jahren gehört Guido Bischofberger zu jenen Läufern, die in Zürich immer wieder Topleistungen zeigen. Mit der Laufzeit von 2:48 kam der «Mila» aus Oberegg bis wenige Sekunden an seine persönliche Bestzeit heran. Die grossartige Bilanz der Rheintaler in Zürich runden Pascal Zeller aus Berneck, Thomas Nauer aus Marbach und der Heerbrugger Felix Benz mit ihren starken Leistungen ab. (pd)

Ranglistenauszug Zürich-Marathon vom 19. April: Männer (2440 Klassierte): 20. Christoph Schefer, 2:29 Std.; 24. Heinz Bodenmann, Gais, 2:33; 43. Mathias Nüesch, Balgach, 2:33; 49. Stefan Althaus, Lutzenberg, 2:42; 77. Guido Bischofberger, Oberegg, 2:48; 91. Pascal Zeller, Berneck, 2:52; 158. Thomas Nauer, Marbach, 2:58; 322. Felix Benz, Heerbrugg, 3:08.