Bei 5000 Franken ist Schluss

Wer am neuen, offenen Postschalter in Altstätten grössere Geldbeträge abheben möchte, wird nach Marbach oder Oberriet verwiesen. Post Finanz Schweiz will damit mehr Sicherheit an den offenen Schaltern schaffen.

Kurt Latzer
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ALTSTÄTTEN. An Postschaltern in Städten sollte das Abheben grösserer Geldbeträge kein Problem sein, dachte sich kürzlich ein Altstätter und besuchte die neue Altstätter Poststelle am Rathausplatz. Die Postbediensteten haben den Postkontoinhaber eines Besseren belehrt. An offenen Postschaltern würden Geldbeträge bis höchsten 5000 Franken ausbezahlt. Wenn er mehr brauche, müsse er das Geld bei der Poststelle in Marbach oder Oberriet abheben. Dort gebe es noch Schalter, die mit Panzerglas gesichert seien.

Immer weniger grosse Beträge

«Wegen der offen, das heisst ohne trennende Glasscheiben gestalteten Schalter, haben wir uns entschlossen, den Bezug von Bargeld aus Sicherheitsgründen zu limitieren», sagt Markus Werner, Mediensprecher der Post AG Schweiz auf Anfrage. Diese Beschränkung hält man bei der Post wegen des dichten Netzes für vertretbar. Werner: «Die Nachfrage nach grossen Bargeldbeträgen hat in den vergangenen Jahren stetig abgenommen, da immer mehr Kunden Online-Banking nutzen. Der Betrag von 5000 Franken orientiert sich an den bisherigen Erfahrungen bei der Höhe von Bargeldbezügen.» Beträge von über 5000 Franken würden immer seltener direkt am Schalter bezogen.

Bei Banken kein Problem

Dass immer weniger oft grössere Summen Bargeld an Schaltern abgehoben werden, erleben auch die Banken in Altstätten. Trotzdem nehmen sie ihren Kunden die Entscheidung nicht ab, wann und wo sie grössere Beträge in Bar abheben wollen. «Wir haben im Städtli noch keine offenen Schalter», sagt Adrian Knechtle, stellvertretender Direktor der Clientis Biene Bank. Anders in Widnau. Dort sind die Bankschalter seit dem Neubau ebenfalls offen. «Auch dort können Kundinnen und Kunden jederzeit grössere Beträge abheben», sagt Knechtle, «wir bieten allerdings an, die Übergabe des Geldes in einem Nebenzimmer durchzuführen.»

Die Raiffeisenbank im Städtli ist neu, hat offene Schalter. Beträge von über 5000 Franken abzuheben, ist dort kein Problem. «Wenn eine Kundin oder ein Kunde kommt und 15 000 Franken abheben möchte, bekommt er das Geld», sagt Patrick Quauka von der Raiffeisenbank Oberes Rheintal.