Beharrlich & ausdauernd

Die Slowaken sind WM-Neuling. Sie sicherten sich ihren Platz bei der WM 2010 recht überraschend in einer hart umkämpften Qualifikationsgruppe gegen Slowenien, Nordirland, Polen und das einstige Bruderland Tschechien.

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Die Slowaken sind WM-Neuling. Sie sicherten sich ihren Platz bei der WM 2010 recht überraschend in einer hart umkämpften Qualifikationsgruppe gegen Slowenien, Nordirland, Polen und das einstige Bruderland Tschechien.

Nie zuvor hat die Slowakei an einer EM- oder WM-Endrunde teilgenommen – allerdings gehörten die Slowaken zwischen 1920 und 1939 sowie zwischen 1945 und 1993 zur sehr erfolgreichen tschechoslowakischen Nationalmannschaft. Diese errang zwei Mal den Titel des Vizeweltmeisters (1934 und 1962) und wurde 1976 Europameister.

Die Slowakei ist zweifellos einer der grossen Aussenseiter. Das Team kommt ohne grosse Stars aus. Allerdings sollte die erfolgreiche Qualifikation für Südafrika – trotz starker Gegner – Warnung genug sein: Auch die Slowakei kann zum WM-Stolperstein werden.

Viele Experten trauten ihnen nicht einmal die Qualifikation für die Endrunde zu.

Die Chancen auf ein Weiterkommen in der Gruppenphase, mit dem Titelverteidiger Italien, Paraguay und Neuseeland, werden darum ebenfalls als gering eingestuft. Doch genau diese Aussenseiterrolle werden sich die Slowaken zu Nutzen machen. Mit einem Sieg im Startspiel gegen Neuseeland werden sie den Verlierer aus dem Duell Paraguay gegen Italien bereits gehörig unter Druck setzen.

Da dies die Südamerikaner sein werden und die Slowakei bereits vor dem finalen Gruppenspiel gegen Italien sich für die Achtelfinals qualifiziert, werden sie ihre Top-Stars wie Martin Skrtel (Liverpool), Marek Hamsik (Napoli) und Stanislav Sestak (Bochum) im letzten Gruppenspiel für die K.o.-Runde schonen.

Ab den Achtelfinals könnte die slowakische Nationalmannschaft zu den Favoritentötern aufsteigen.

Oder wie Sestak, der beste slowakische Torschütze der WM-Qualifikationsphase sagt: «Wir sind beharrlich und ausdauernd. So lange wir unser Ziel nicht erreicht haben, geben wir nicht auf» – und das ist der WM-Titel. Susi Miara