BC hat den Aufstieg vor Augen

Der BC St. Margrethen bezwingt Oberegg II knapp mit 4:3. Mit einem deutlichen Sieg im Heimspiel am Dienstag gegen Rorschach liegt der Aufstieg in die 3. Liga in Reichweite.

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Im Aufstiegskampf: (hinten v. l.) Oliver Lei, Cheftrainer Hubert Müller, Clubpräsident Marco Züllig, Yannik Poznícek. (vorne v. l.) Julia Schürpf, Linda Haltiner. Es fehlen: Mischa Thurnherr, IC-Chef Reto Sommer. (Bild: Doris Spirig)

Im Aufstiegskampf: (hinten v. l.) Oliver Lei, Cheftrainer Hubert Müller, Clubpräsident Marco Züllig, Yannik Poznícek. (vorne v. l.) Julia Schürpf, Linda Haltiner. Es fehlen: Mischa Thurnherr, IC-Chef Reto Sommer. (Bild: Doris Spirig)

badminton. Die Ausgangslage ist so eng wie schon lange nicht mehr in der 4. Liga im Badminton. Mit acht Siegen und 20 Punkten aus neun Spielen, liegt der BC St. Margrethen eine Runde vor Schluss auf dem zweiten Rang. Im Heimspiel gegen die Tabellenletzten aus Rorschach muss ein deutlicher Sieg her, um Oberegg II noch abfangen zu können.

Matchball abgewehrt

Das Auswärtsspiel gegen den Leader Oberegg war gut besucht. Zahlreiche Fans unterstützten die Heimmannschaft, die mit einem Sieg gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten alles klar machen konnte. Dem BC St. Margrethen gelang der Start nicht nach Wunsch. Mit einem deutlichen Zweisatzsieg im Damendoppel ging Oberegg in Führung.

Knapper verlief das Herren-Doppel, in dem sich Mischa Thurnherr und Yannik Poznícek nach abgewehrtem Matchball gegen Roman Tobler, Pascal Meile und das Publikum durchsetzen konnten. Hubert Müller sorgte im Herren-Einzel und im Mixed-Doppel (mit Julia Schürpf) für zwei Punkte, während das Damen- und das zweite Herren-Einzel verloren gingen.

«Konnte kaum hinsehen»

Die Ausgangslage für das letzte Match konnte spannender nicht sein: Wenn Oliver Lei sein Spiel verliert, heisst der Aufsteiger Oberegg, wenn er es gewinnt, dürfen die St. Margrether weiter träumen. Der Start gelang nicht nach Wunsch. Clears landeten im Aus, Smashs im Netz – der Oberegger Pascal Meile gewann den ersten Satz unter frenetischem Jubel des Publikums mit 22:20. Im zweiten Satz konnte sich Lei steigern, er reduzierte seine Fehlerquote und gewann locker mit 21:13. Die Spannung war kaum auszuhalten. «Meine Hände zitterten die ganze Zeit, ich konnte kaum hinsehen. Ich war nervöser als die Spieler auf dem Feld», beschrieb Julia Schürpf die Stimmung.

22:20 im dritten Satz

Mit dem Getröte der Vuvuzelas wurde der Entscheidungssatz eingeläutet. Dieser verlief ausgeglichen, die Spieler jagten sich quer über das ganze Feld. Ein unglaublicher Ballwechsel folgte dem anderen.

Beim Stand von 20:19 setzte Meile einen Smash neben die Linie. Es ging in die Verlängerung. Mit zwei starken Punkten entschied Oliver Lei den Satz und den Match für sich. Der Badmintonclub St. Margrethen bezwang Oberegg II mit 4:3 und wahrte die Chance auf den Aufstieg.

Entscheidung am Dienstag

Die Entscheidung fällt kommenden Dienstag ab 20 Uhr in der Turnhalle Rosenberg in St. Margrethen. Im Match gegen die Tabellenletzten vom BC Region Rorschach II ist ein deutlicher Sieg Pflicht. Gewinnt der BC STM 6:1 oder 7:0 ist der Aufstieg Tatsache. Die Erwartungen sind hoch, vor allem auf den Damen lastet viel Druck, mit dem Julia Schürpf und Linda Haltiner aber umzugehen wissen. Schürpf gewann ihre letzten drei Damen-Einzel und auch im Damen-Doppel konnten zuletzt Erfolge gefeiert werden. Für Linda Haltiner ist klar: «Wir lassen uns nicht verrückt machen. Wir geben 100 Prozent.»

Neben starken Leistungen im Interclub, geben auch die letzten Turnierresultate Grund zur Hoffnung: Am BSS-Turnier in Weinfelden verlor das Herren-Doppel Marco Züllig/Yannik Poznícek erst im Final, in Wetzikon verfehlte Linda Haltiner im Mixed (mit Marco Tobler, BC Oberegg) als Vierte das Podest knapp. (yp)