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Bauten als Leinwand für Lichtkunst

Der Lichtkünstler Gerry Hofstetter ist weltweit bekannt. Das Matterhorn hat er ebenso bebildert wie Eisberge in der Arktis. Ende Monat zaubert er Schülerbilder auf Schulhäuser im Rheintal.
Max Tinner
Lichtkünstler Gerry Hofstetter ist nicht zum ersten Mal im Rheintal: In der Adventszeit 2006 beleuchtete er zeitgleich sowohl die katholische (links) als auch die reformierte Kirche in Altstätten. (Bild: Bilder: René Jann)
Lichtkünstler Gerry Hofstetter ist nicht zum ersten Mal im Rheintal: In der Adventszeit 2006 beleuchtete er zeitgleich sowohl die katholische (links) als auch die reformierte Kirche in Altstätten. (Bild: Bilder: René Jann)
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Bauten als Leinwand für Lichtkunst

Eisberge sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis dienten Gerry Hofstetter schon als Leinwand, das Matterhorn und die Jungfrau ebenso wie ägyptische Pyramiden, Schlösser in England und Rumänien oder die Wahrzeichen von Bern, Paris, Berlin, Shanghai und San Francisco. Der Lichtkünstler aus Zumikon reist um die ganze Welt, um Bilder auf Monumente der Natur und der Menschheit zu projizieren. Die oft spektakulären Bilder dieser flüchtigen Kunstwerke gehen danach ebenso um die ganze Welt.

Ende Monat kommt Gerry Hofstetter nun ins Rheintal. Hier wird er in Altstätten, Marbach und Oberriet Bilder von Schülerinnen und Schülern auf deren Schulhäuser projizieren. Die Bilder werden zum Ausdruck bringen, was die Kinder und Jugendlichen beschäftigt, welche Wünsche sie haben, welche Zukunft sie auf sie zukommen sehen.

Das mag nicht so spektakulär sein wie Hofstetters Aktion von 2012, als er zum 100. Jahrestag der Tragödie ein Bild der untergegangenen «Titanic» in Originalgrösse auf einen gigantischen Eisberg vor der Küste Grönlands projizierte. Anders als dort kann hier aber jedermann dabei sein. Und möglicherweise geben die Bilder der Kinder ebenso zu denken. Man darf sich überraschen lassen.

Dank Bildung Teil der Gesellschaft werden

Die Lichtkunstgastspiele Hofstetters im Rheintal sind Teil einer Tournee durch 13 Kantone und das Fürstentum Liechtenstein, welche Träger der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik HfH in Zürich sind. Die Lichtkunsttour würdigt die Leistung der Schulen bei der Integration auch leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler in die Gesellschaft und Arbeitswelt, beispielsweise mittels schulischer Heilpädagogik, Psychomotoriktherapie und Logopädie, aber auch im alltäglichen gemeinschaftlichen Unterricht. «Schule ist der Ort, um eine integrierende Gesellschaft aufzubauen», heisst es in einer Medienmitteilung der HfH zur Lichtkunsttour, «Ziel aller Bemühungen – sei es in Regelschulen oder Sonderschulen – ist es, Bildung für alle zu erreichen mit dem Ziel der Teilnahme und Partizipation an der Gesellschaft und einem möglichst autonomen und selbstbestimmten Leben.»

Die Aktion ist aufwendig. Im Konzept, das die HfH für das Projekt erarbeitet hat, wird mit Kosten von 40000 Franken gerechnet – pro teilnehmender Schule. Das Geld müssen aber nicht die Schulen aufbringen: Die Lichtkunsttour wird durch Eigenleistungen der HfH und Gerry Hof­stetters sowie mit Sponsoringbeiträgen finanziert.

Die Projektionen sind laut Tourplan am Freitag, 30. November, in Marbach von 17 bis 17.45 Uhr am Primarschulhaus Egger zu sehen, in Altstätten von 18 bis 18.45 Uhr am Primarschulhaus Bild und in Oberriet von 19.15 bis 20.30 Uhr an der Turnhalle Bildstöckli.

Integriert in Adventsmarkt und Weihnachtsausstellung

In Altstätten ist die Performance eingebunden in einen Adventsmarkt der Schule (17 bis 20 Uhr) mit Auftritten von Kindern und einem Workshop. In Oberriet ist sie in die Weihnachtsausstellung «Givo erläba» des Gewerbe- und Industrievereins integriert. Auch hier wird ein Rahmenprogramm geboten, gestaltet von Oberstufenschülern. Und in Marbach wird der Anlass das erste Adventsfenster der diesjährigen Adventsfenstertour des Einwohnervereins Pro Marbach sein – das für einmal statt am 1. Dezember schon am Vorabend geöffnet wird.

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