Baustart beim Kinotheater

HEERBRUGG. Der erste Spatenstich und damit ein weiterer Schritt in Richtung Kulturzentrum ist gemacht. Bis nächsten Sommer wird das «Madlen» einen Erweiterungsbau haben – und Gastronomie.

Monika von der Linden
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Der Erweiterungsbau soll so gut mit dem alten Gebäude harmonieren, wie Vater und Sohn Zäch miteinander an der Zukunft des Kinotheaters arbeiten: Denise Zellweger («Madlen», von links), Ruedi Engeli (Bauverwalter Gemeinde Au), Aldo und Pascal Zäch («Madlen») sowie Peter Spirig (Bauleiter, Gautschi AG, St. Margrethen). (Bild: Monika von der Linden)

Der Erweiterungsbau soll so gut mit dem alten Gebäude harmonieren, wie Vater und Sohn Zäch miteinander an der Zukunft des Kinotheaters arbeiten: Denise Zellweger («Madlen», von links), Ruedi Engeli (Bauverwalter Gemeinde Au), Aldo und Pascal Zäch («Madlen») sowie Peter Spirig (Bauleiter, Gautschi AG, St. Margrethen). (Bild: Monika von der Linden)

Manche Idee, wie er das Kinotheater Madlen zu einem Kulturzentrum ausbauen könnte, hatte Aldo Zäch bereits entwickelt und verworfen. Nachdem sein Sohn Pascal im letzten Jahr fest in den Betrieb eingestiegen war, nahmen beide das Projekt eines Erweiterungsbaus in Angriff. Sie fanden in Hubert Bischoff einen Architekten, der es vermag, einer Vision Gestalt zu geben.

Erster Spatenstich gesetzt

Am Donnerstag luden Aldo und Pascal Zäch zu einer Feierstunde, zum symbolischen ersten Spatenstich ein. Die Baumaschinen können nun auffahren und die Handwerker unter der Bauführung von Peter Spirig den Neubau erstellen. Die Eröffnung ist bereits für den nächsten Sommer geplant und das Investitionsvolumen liegt bei mehr als einer halben Million Franken.

Beim Hintereingang wird ein Kubus mit dem Altbau verbunden. Vor und hinter diesem Raum mit einer Grundfläche von 10 mal 10 Metern entsteht jeweils eine Terrasse. Eine kniehohe Betonmauer wird die gesamte Fläche begrenzen. Sie fällt durch ihre glatte und schneeweisse Oberfläche auf. Weil die Einfassung einige Zentimeter über die Bodenplatte hinausragt, wirkt der Neubau, als hebe er vom Boden. Eine indirekte Beleuchtung verstärkt diesen Effekt.

Gastronomie ergänzen

«Bei den verworfenen Projekten fehlte mir stets das Tüpfli auf dem i, die Gastronomie», sagte Pascal Zäch. Die Möglichkeiten der heutigen Crêperie sind stark begrenzt und bei einem Unterhaltungsabend mit zweihundert Personen bereits erschöpft. «An einem Kino-, Theater- oder Konzertabend sollen sich die Gäste vor- und nachher austauschen, das Erlebte Revue passieren lassen können.»

Die künftige Gastronomie wird täglich geöffnet sein und kann unabhängig vom Theater- und Kinoprogramm genutzt werden. Es wird kein Restaurant mit klassischen Drei-Gang-Menüs sein. Unterhaltung wird mit Kulinarik kombiniert. «Denkbar sind Konzerte, Vorträge oder Public Viewing.» Der Kreativität für die Art der Veranstaltungen sind wohl keine Grenzen mehr gesetzt. Wie bisher kann man Kino und Theater im Charme des ursprünglichen Saals erleben. Die dort bestehende multimediale Technik wird auch im Neubau genutzt und ergänzt.

«Seit vierzehn Jahren verfolge ich das Ziel, die Kultur im Rheintal zu stärken», sagte Aldo Zäch. Sie solle mit der Wirtschaft wachsen. «Meine Vision ist, hier einmal ein Kulturzentrum zu haben.» Vorausschauend habe er Boden als Landreserve gekauft. Der Baustart sei ein Schritt Richtung Realisierung seiner Vision. Zur Vernetzung, die das Kinotheater mit der Wirtschaft stets sucht, trägt er als Bauherr dadurch bei, dass er Handwerker und Unternehmen der Region berücksichtigt.

Pascal Zäch: «Nach der Eröffnung wird das <Madlen> ein Gesamtkunstwerk sein, in dem die Rheintalerinnen und Rheintaler einen Ausgleich zum arbeitsreichen Alltag finden werden.» – Alle Räume können miteinander belegt werden oder es finden mehrere Veranstaltungen parallel statt.