Bauparzellen an exponierter Lage in St.Margrethen

Der Gemeinderat St.Margrethen hat den Sondernutzungsplan Dietrichshalde genehmigt und in die öffentliche Auflage verabschiedet.

Susi Miara
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Für das ganze 7300 Quadratmeter grosse Gebiet soll eine Sondernutzung erlassen werden. Die Villa Gautschi sol abgebrochen werden.

Für das ganze 7300 Quadratmeter grosse Gebiet soll eine Sondernutzung erlassen werden. Die Villa Gautschi sol abgebrochen werden.

Bild: Susi Miara

Ein Mehrfamilienhausprojekt mit Wohnungen in gehobenem Ausbaustandard in der Dietrichshalde hat die Gemeinde St.Margrethen veranlasst, für das ganze 7300 Quadratmeter grosse Gebiet eine Sondernutzung zu erlassen. Mit der nun vorliegenden Planung sollen in der bestehenden Wohnzone WE, in der derzeit nur Ein- und Doppeleinfamilienhäuser erlaubt sind, künftig auch ortsbaulich eingepasste, kleine Mehrfamilienhäuser realisiert werden können.

Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass der exponierten Lage dadurch Rechnung getragen wird, indem die Topografie weitestgehend erhalten und eine ruhige und hochwertige Architektur und Umgebungsgestaltung gesichert werden.

Für einen der drei Baubereiche (rechts auf dem Plan) besteht bereits ein Richtprojekt, das die Villa Gautschi ersetzen soll. In diesen drei Baubereichen entfällt die Einschränkung auf Ein- und Doppel-Einfamilienhäuser.

Für einen der drei Baubereiche (rechts auf dem Plan) besteht bereits ein Richtprojekt, das die Villa Gautschi ersetzen soll. In diesen drei Baubereichen entfällt die Einschränkung auf Ein- und Doppel-Einfamilienhäuser.

pd

Talseitige Fassadenhöhe auf acht Meter erhöht

Die Bauten sind nur innerhalb der Baubereiche zugelassen. Diese Baubereiche gehen nach aussen allen anderen Abstandsvorschriften vor. Dabei entfällt die Einschränkung auf Ein- und Doppelfamilienhäuser. Die talseitige Fassadenhöhe kann von 6,5 Meter bis maximal 8,0 Meter erhöht werden, wenn der grosse Grenzabstand (6 Meter) um das Zweifache der Mehrhöhe erweitert wird.

Auch für das bereits geplante Projekt wurden wegleitende Bestimmungen festgelegt. Die Villa Gautschi soll abgebrochen werden. Das Richtprojekt sieht ein zweigeschossiges Mehrfa­milienhaus mit einer unterirdischen Sammelgarage und einem Innenhof vor. Gestattet sind weder optisch geschlossene Einfriedungen noch Bauten und Anlagen auf der allgemeinen Umgebungsfläche, mit Ausnahme der Zufahrt und Besucherparkplätze. Vorgeschrieben ist hingegen Minergie-Standard A – und eine naturnahe und standortgerechte Pflanzenwahl.

«Das geplante Projekt ist eine Verdichtung gegenüber dem Bestand, aber nicht gegenüber der geltenden Regelbauweisen. Es entspricht auch den Zielen des Konzepts der räumlichen Entwicklung der Gemeinde», sagt Gemeindepräsident Reto Friedauer. Dank der Freihaltung der Umgebung passe sich das Projekt zudem sehr gut in das Quartier und die Landschaft ein und die zulässige Ausnützung werde gegenüber heute ausgeschöpft.

Positiv sei auch die kanto­nale Vorprüfung ausgefallen. Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformationen (Areg) schrieb dazu: «Der Erlass ist nach Prüfung der aus kantonaler Sicht wesentlichen Elementen genehmigungsfähig.»

Der Sondernutzungsplan liegt während 30 Tagen, bis 4. Sep­tember, im Gemeindehaus (Anschlagbrett, 2. Stock) zur Einsicht öffentlich auf.